Wiesn-Countdown

Umfrage: So bereiten sich die Münchner vor

Münchner verraten, wie sie sich fit für die Wiesn machen.

München - Während die Zelte auf der Theresienwiese schon langsam Gestalt annehmen, bereiten sich auch die Münchner auf das größte Volksfest der Welt vor. Wir haben uns umgehört.

Die Bauarbeiten schreiten voran, die Tischreservierungen sind vergeben und auch die Vorfreude der Münchner auf die Wiesn steigt. In knapp einem Monat heißt es wieder "O'zapft is!". Bis dahin gibt es noch viel zu tun. Wir haben uns einmal umgehört, wie sich die Münchner auf das größte Volksfest der Welt einstimmen.

Simone Bieber (24), Studentin: "Ich komme gerade von einem Auslandsjahr als Au Pair. Da ist das Geld knapp. Deshalb spare ich schon jetzt, damit ich möglichst oft auf die Wiesn gehen kann. Am liebsten würde ich mir auch ein neues Dirndl kaufen. Vielleicht finde ich ja ein Schnäppchen."

Anderl König (47), Kellner: "Bei uns im Augustiner Biergarten ist es jeden Tag wie auf dem Oktoberfest. Die Menschen hier wollen Spaß haben, Schweinshaxn essen und natürlich Bier trinken. Ich stelle mich aber auf noch mehr Touristen ein. Zur Wiesn-Zeit kassieren wir auch immer gleich ab. Denn wenn die Gäste schon ein paar Maß intus haben, kann es schon mal passieren, dass sie vergessen zu zahlen. Privat gehe ich eher nicht auf die Wiesn."

Richard Wiesinger (69), Rentner: "Als Wiesn-Routinier muss ich mich nicht mehr vorbereiten. Ich gehe nur  einmal auf die Theresienwiese und trinke ein oder zwei Maß im Biergarten. Ich erinnere mich aber an früher: Als ich 16 Jahre alt war, konnte ich mich gar nicht auf der Schulbank halten. In den Pausen war die Wiesn Gesprächstoff Nummer eins. Nach Schulschluss sind wir noch mit dem Ranzen auf dem Rücken zum Teufelsrad und haben den ganzen Nachmittag dort verbracht. Die Hausaufgaben wurden dann schon mal zur Nebensache."

Ines Kalf (45), Würschtl-Fee: "Das Lager für unsere Würschtl-Bude ist schon jetzt prall gefüllt. Zur Wiesn-Zeit haben wir rund um die Uhr geöffnet. Da wäre es eine Katastrophe, wenn das Bier ausginge. Ich stelle mich auch schon auf Überstunden ein. Mein Chef gibt uns dafür jetzt schon öfter mal frei, damit wir die 14 Tage gut überstehen."

Dimitri Thodo (30), Architekt: "Wer sich auf das Oktoberfest vorbereiten muss, ist kein echter Münchner. Wir trinken nicht nur zur Wiesn-Zeit gern mal eine Maß - immerhin gibt es hier das beste Bier in Deutschland. Meine Freunde haben einen Tisch reserviert. Auf langes Anstehen vor den Zelten habe ich nämlich keine Lust."

Anika Walter (20), Studentin: "Ich überlege schon jetzt, welches Dirndl ich am ersten Wiesn-Tag anziehe. Meine Freundin flechtet mir die Haare und wir probieren verschiedene Frisuren aus. Bier trinken muss ich aber nicht trainieren - ich vertrage genug. Eine Reservierung haben wir leider nicht. Wir werden einfach früh aufstehen und versuchen, einen Tisch zu ergattern."

Patrick Pole (26), Kabinenbauer und Solaranlagentechniker: "Meine Freunde und ich glühen schon jetzt für die Wiesn vor. Gelegenheiten dazu gibt es genug, entweder im Biergarten oder auf Grillfeiern. Außerdem bin ich auf der Suche nach einer neuen Lederhosn - am besten eine traditionelle, kurze Hirschlederne."

mb

Auch interessant:

Lesen Sie auch:

Mehr Luft, mehr Platz: So wird die neue Ochsenbraterei

Mehr Luft, mehr Platz: So wird die neue Ochsenbraterei

Roiderer: „Wir jammern nicht, weil wir gutes Geld verdienen“

Roiderer: „Wir jammern nicht, weil wir gutes Geld verdienen“

Preislimit beim Wiesn-Bier: Entscheidung vertagt

Preislimit beim Wiesn-Bier: Entscheidung vertagt

Die geheime Wiesn-Liste: Wer es geschafft hat - und wer nicht

Die geheime Wiesn-Liste: Wer es geschafft hat - und wer nicht

Kommentare