Für Comeback-Jahr 2013

Die "Oide Wiesn" soll größer werden

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2011: Gute Stimmung auf der "Oiden Wiesn".

München - Heuer muss sie pausieren, dafür könnte ihr Comeback im Jahr darauf umso prächtiger ausfallen: Ab 2013 soll die „Oide Wiesn“ größer, familienfreundlicher, luftiger werden. Unsere Zeitung hat vorab von den Plänen erfahren.

Große Dinge beginnen oft im kleinen Kreis. Ein solcher kleiner Kreis ist es auch, der aktuell Pläne schmiedet für eine Aufwertung der „Oidn Wiesn“. Wirtschaftsreferent und Wiesn-Chef Dieter Reiter (SPD) leitet die Gespräche der kleinen Gruppe und hat nun unserer Zeitung verraten: „Wir arbeiten bereits an dem Konzept 2013. Wir versuchen, noch mehr Platz, mehr Programm und noch mehr Gemütlichkeit zu schaffen.“

Mehr will Reiter vorerst nicht verraten, schließlich wissen die Wirte und der Stadtrat noch nichts von den Plänen. Im Oktober soll sich das Stadtplenum mit den Vorschlägen befassen. Ein paar Informationen sind aber schon durchgesickert.

Laut gut unterrichteten Quellen soll der historische Teil des Oktoberfests, der dieses Jahr wegen des Zentralen Landwirtschaftsfestes eine Pause einlegen muss, nach Süden erweitert werden. Ein Teil der Freifläche hin zur Hans-Fischer-Straße könnte dafür genutzt werden. Unter Umständen müssen auch ein paar Parkplätze weichen. Die Details stehen noch nicht fest. „Wir befinden uns noch im Anfangsstadium“, erklärt Helmut Schmid. Der SPD-Stadtrat gehört zum kleinen Kreis – und bestätigt die Pläne.

Ein entscheidender Teil des Konzeptes ist die Wiederbelebung des Museumszelts – ähnlich, wie es bereits auf der Jubiläums-Wiesn 2010 stand. Die Schaustellerstiftung soll dort mit Ausstellungsstücken an die Historie des Festes erinnern. Für das zusätzliche Zelt brauche man wohl rund 40 mal 20 Meter Platz, schätzt Schmid. Einen großen Bierausschank soll es dort nicht geben, womöglich aber einen Gastro-Bereich mit Kleinigkeiten. Eintritt wird das historische Zelt vermutlich nicht kosten – schließlich müssen die Besucher schon für den Zutritt zur „Oidn Wiesn“ den Geldbeutel zücken.

Insgesamt soll der Bereich großzügiger und luftiger werden. Der kleine Kreis denkt über zusätzliche Aufenthaltsflächen im Freien nach. Möglicherweise will man draußen ein paar Bänke aufstellen, auf denen die Besucher verschnaufen können, ohne etwas bestellen zu müssen. Schmid will außerdem das Marionetten-Theater wiederbeleben, das es ebenfalls bereits 2010 gab. Statt den ohnehin recht engen Raum weiter zu verdichten, wolle man lieber mehr Platz schaffen und kinderfreundlicher werden.

Von unserer Zeitung auf die Pläne angesprochen, reagieren die Wiesn-Wirte durchweg positiv. „Die Oide Wiesn war von Anfang an im Wachstum“, sagt Peter Reichert, Wirt im Zelt „Zur Schönheitskönigin“. „Auch wir schauen immer: Welchen Weg wollen wir gehen, was muss man ändern, was funktioniert gut? Wie das im nächsten Jahr weitergeht, finde ich total interessant.“

Auch Toni Winklhofer, Wirt im Traditionszelt, betont: „Ich würde es begrüßen, wenn die Oide Wiesn weiter wächst. Man hat gesehen, dass der Bedarf da ist. Je mehr Attraktionen es gibt, desto mehr Leute kommen auch.“

„Wir Schausteller begrüßen es, wenn die Oide Wiesn mehr Platz bekommt“, bestätigt auch Schausteller-Sprecher Edmund Radlinger. „Sie ist eine Bereicherung.“

Toni Roiderer, Sprecher der Wiesnwirte, glaubt, die Pläne würden dem gesamten Oktoberfest guttun. „Der Bayer grantelt gern, das gehört ja zu seiner Lebensart“, so Roiderer. „Wenn jetzt also jemand sagt: ,Die Wiesn ist mir vorn zu poppig‘, dann kann er hintergehen auf die Oide Wiesn, wo’s nostalgisch zugeht.“

Furcht vor zusätzlicher Konkurrenz scheint es nicht zu geben. „Ich mache mir überhaupt keine Sorgen, dass die Oide Wiesn irgendwann beliebter ist als der andere Teil“, sagt Roiderer. „Konkurrenz belebt das Geschäft.“ Wenn man beide Varianten vereine, habe man „ein Volksfest für alle“.

Thomas Schmidt / Ann-Kathrin Gerke

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