Oide Wiesn: Ärger um Wiedereinlass

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Der Stein des Anstoßes: Wer einmal das Gelände verlässt, muss wieder Eintritt zahlen.

München - Die Oide Wiesn war im vergangenen Jahr der Renner. Doch in diesem Jahr gibt es Ärger. Wer einmal die Oide Wiesn verlässt, muss beim nächsten Mal wieder Eintritt zahlen.

Historische Fahrgeschäfte, gemütliche Atmosphäre und erschwingliche Preise: Nos­talgie-Liebhaber besuchen die Oide Wiesn auch heuer zahlreich. Doch ein pikantes Detail beim Eintritt sorgt für Ärger: Viele Besucher wissen nicht, dass die Eintrittskarte beim Verlassen des Festgeländes ungültig wird!

Bilder von der Oidn Wiesn

So schön ist es auf der Oidn Wiesn

Mutter Tanja (30) hatte mit ihren Kindern das abgesperrte Areal für einen Bummel auf der regulären Wiesn verlassen. „Meine Kleinen wollten dann nochmal Karussell auf der Oidn Wiesn fahren. Doch erneut Eintritt zahlen kommt für mich nicht in Frage! Echt traurig, dass man auf der historischen Wiesn zweimal blechen soll“, beschwert sich die Münchnerin.

Die Wiesn-Bierpreise seit 1810

Die Wiesn-Bierpreise seit 1810

Denn anders als bei den großen Festzelten gibt es keine Wiedereinlasskarten oder Stempel für Besucher, die bereits drei Euro Eintritt gezahlt haben. „Wenn das Gelände wegen Überfüllung geschlossen werden muss, könnten wir auch mit Wiedereinlasskarte keinen Einlass garantieren – Ärger und Streit wären vorprogrammiert“, erklärt Hans Spindler von der Oktoberfestleitung. „Außerdem wäre das ein großer Mehraufwand – wir bräuchten etwa zusätzliche Eingänge.“

Die Regelung der Karte sei vom Stadtrat beschlossen worden, man denke aber über eine Lösung für das kommende Jahr nach. Für Empörung sorgte bis am Donnerstag auch die Praxis beim Einlass von Behinderten: Schlecht informiertes Einlasspersonal knöpfte den Begleitpersonen versehentlich den vollen Eintrittspreis ab – erst seit Donnerstag müssen diese, wie sonst auch üblich, keinen Eintritt zahlen.

Christina Lewinsky

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