Wiesn: Nikotinsüchtige sollen weg bleiben

München - Wirte-Sprecher Toni Roiderer rät Extrem-Rauchern vom Wochenend-Wiesnbesuch ab. Die Zelte dürften schnell überfüllt werden und dann sieht es schlecht aus für Raucher.

Von Sonntag bis Donnerstag versucht Roiderer bei sich im Hackerzelt, den rauchenden Gästen mit Einlasskarten entgegen zu kommen. Andere Wirte geben Bändchen aus oder stempeln die Raucher am Eingang ab, damit sie wieder zurück ins Zelt kommen. Wieder andere haben einen Raucherbalkon wie Sepp Krätz im Hippodrom. Oder sie machen gar nichts, wie zum Beispiel Peter Pongratz im Winzerer Fähndl. „Die Raucher brauchen eben ein bisschen Geduld, bis sie wieder reinkommen“, sagt er. Bislang laufe alles verhältnismäßig gut. „Das Wochenende wird jetzt der erste große Test.“

Christian Schottenhamel spricht von einer „Zerreißprobe“. Und auch Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle, der sich bislang zufrieden mit der Umsetzung des Rauchverbots zeigt, sagt: „Die eigentliche Bewährungsprobe kommt erst.“

Und es kommt doppelt dick: Nicht nur, dass am mittleren Wochenende traditionell mehr ausländische Besucher kommen, die von dem neuen Gesetz vielleicht noch gar nichts wissen. Auch das Wetter will jetzt nicht mehr mitspielen. Die Meteorologen sagen fürs Wochenende Regen voraus. Roiderer rät den Einheimischen deshalb, an anderen Tagen auf die Wiesn zu kommen. Vor allem aber nicht vor 7.30 Uhr: „Denn da behindern die Leute den Lieferverkehr.“

bl/pv

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