Nichtraucher-Wiesn: Die Regeln für alle Zelte

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Busseln erlaubt – Rauchen verboten: Dieter Hanitzsch hat die Plakate entworfen, die auf das Qualmverbot hinweisen.

München - Eine neue Regel beherrscht die Wiesn 2010 - das Rauchverbot: Was machen Raucher, wenn wegen Überfüllung geschlossen ist und sie nicht einfach rausgehen können? Die Raucher-Regeln für alle Zelte:

Alles zum Rauchverbot auf der Wiesn 2010

Eine neue Regel beherrscht die Wiesn 2010 – ein Verbot besser gesagt. Heuer darf in den Zelten nicht mehr geraucht werden – bis zum Volksentscheid im Juli gab es für Bierzelte ja eine Sondergenehmigung. Das Gäubodenfest in Straubing war nach dem Dachauer Volksfest eines der ersten bayerischen Volksfeste, das rauchfrei bleiben musste. Die Umsetzung gelang den Festwirten in Niederbayern ohne Probleme – allerdings isthier lang nicht so viel los. „Das kann man nicht vergleichen. Wir haben viel weniger Platz, können keine Raucherbereiche schaffen“, sagt Wirte-Sprecher Toni Roiderer. Er und seine Kollegen weisen mit witzigen Plakaten auf das Rauchverbot hin. „Wir hoffen auf die Vernunft unserer Gäste.“

Rauchverbote in den Bundesländern

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Trotzdem: Was machen Raucher, wenn wegen Überfüllung geschlossen ist und sie nicht einfach rausgehen können?

Wir verraten die individuellen Raucher-Regeln für alle Zelte:

Hippodrom: Wirt Sepp Krätz hat sein Zelt als einziger umbauen lassen. Im ersten Stock gibt es jetzt einen Raucherbalkon für 200 Personen. Bewirtung ist draußen keine vorgesehen, dafür gibt’s innen zwei neue Bars.

Armbrustschützenzelt: „Wir haben Rauchmelder auf den Toiletten montieren lassen“, sagt Wirt Peter Inselkammer. Er nimmt das Rauchverbot sehr ernst. Wenn das Zelt zu ist, können die Gäste nicht rauchen.

Löwenbräuzelt: Auch Wirt Wiggerl Hagn ist streng: Nur Gäste, die reserviert haben, haben mit ihren Reservierungsbändchen ein Recht auf Wiedereinlass.

Augustinerzelt: Durch den neuen Bierturm verfügt das Zelt über zwei neue Balkone, diese sind aber klein und sollen nicht zum Rauchen genutzt werden. Wiedereinlass kann nur mit Reservierungsbändchen garantiert werden.

Bräurosl: Ist das Zelt wegen Überfüllung geschlossen, müssen auch die Gäste mit Reservierungsbändern warten.

Ochsenbraterei: „Unsere Ordner werden ihr Bestes tun, um den Wiedereinlass zu ermöglichen. Versprechen kann ich aber nichts“, sagt Wirtin Antje Schneider.

Winzerer Fähndl: Hier kommen ebenfalls nur Gäste mit Reservierungsbändchen wieder hinein. „Aber das gilt ja nur für die starken Tage“, tröstet Wirt Peter Pongratz.

Fischer Vroni: Hier hat Wirt Hans Stadtmüller eine Rauchmöglichkeit auch bei rappelvollem Zelt geschaffen: Auf einer Art eingezäuntem Hinterhof ist Platz für 150 Raucher.

Hofbräuzelt: Hier kann womöglich auch bei vollem Zelt draußen geraucht werden: „Wir probieren zwei Lösungen aus.“, sagt Wirt Ricky Steinberg.

Weinzelt: Wirt Stephan Kuffler hat seinen Balkon (max. 100 Personen) zum Raucherbalkon umgewidmet. Vier zusätzliche Ordner regeln den Zu- und Abfluss der Gäste. Getränke müssen drinnen bleiben.

Hackerzelt: Hier gibt’s bei vollem Zelt keine Ausweichmöglichkeit nach draußen. Reservierungsbandeln ausgenommen.

Schützenfestzelt: Ist das Zelt voll, macht Wirt Edi Reinbold von seinem abschließbaren Biergarten Gebrauch: Der Biergarten wird für neue Gäste gesperrt, die Gäste drinnen können raus zum Rauchen.

Schottenhamel: Hier probieren es die Wirte mit Raucherkärtchen, mit denen Raucher wieder reinkommen – unter Vorbehalt. „Wenn das nicht klappt, stellen wir den Versuch noch am ersten Samstag wieder ein“, sagt Wirt Christian Schottenhamel.

Käfer’s Wiesn-Schänke: Abends und am Wochenende darf Wirt Michael Käfer sein Zelt ausreservieren – das heißt, alle Gäste kommen mit den Bandeln rein und raus.

Simone Herzner

Übersichtsplan: Die Wiesn-Zelte auf einen Blick

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