Nicht für jeden ist die Wiesn-Mass teuer

+
Was Japaner beim Bier sparen, legen sie beim Kauf von Glimmstängeln wieder drauf: Sie sind hierzulande 80 Prozent teurer.

München - Auch wenn die Münchner Jahr für Jahr über den steigenden Bierpreis auf dem Oktoberfest stöhnen, für manche Nationalitäten ist die Mass im Wiesnzelt ein Schnäppchen.

Die 8,44 Euro im Schnitt pro Liter bedeuten für Norweger im Vergleich zu den Bierpreisen in ihrer Heimat eine Ersparnis von mehr als 50 Prozent, für Japaner von mehr als 40 Prozent, wie das Personalberatungsunternehmen ECA International mitteilte.

Franzosen kommen in München demnach um 36 Prozent billiger weg, Schweizer um 25 Prozent. Auch für Italiener, die traditionell am zweiten Wochenende auf das Oktoberfest strömen, ergibt sich beim Biertrinken eine Ersparnis von 13 Prozent im Vergleich zu den heimischen Preisen, wie ECA mitteilte.

Sehen Sie hier die aktuellen Getränkepreise aus allen Zelten

Oktoberfest 2009 -Getränkepreise aus allen Zelten 

Australiern und Neuseeländern reißt das größte Volksfest der Welt dagegen große Löcher in die Reisekasse. Sie zahlen auf der Wiesn 40 Prozent mehr pro Liter Bier als zu Hause. Noch teurer wird es für Südafrikaner - der hiesige Gerstensaft ist für sie dreimal so teuer.

Kein Rauchverbot in den Bierzelten, das freut insbesondere Briten und Franzosen, denn das Päckchen Zigaretten ist in Deutschland 25 respektive elf Prozent günstiger. Was Japaner beim Bier sparen, legen sie beim Kauf von Glimmstängeln wieder drauf: Sie sind hierzulande 80 Prozent teurer.

Der Brummschädel am Tag danach wird für Australier teuer, wenn sie keine Kopfschmerztabletten in der Reiseapotheke haben. Die kosten hier das Dreifache. Glück dagegen für Japaner: Ähnlich günstig wie der Kater kam, ist er wieder weg: Passende Tabletten sind hier 13 Prozent billiger als in Japan.

"Für einige Oktoberfest-Besucher wird es in diesem Jahr eine Überraschung geben", sagt Mira Pathak, Business Development bei ECA International. "Denn die stark schwankenden Wechselkurse haben die Kosten für viele ausländische Besucher im Vergleich zur Wiesn 2008 teils deutlich verändert."

Auch interessant:

Lesen Sie auch:

Mehr Luft, mehr Platz: So wird die neue Ochsenbraterei

Mehr Luft, mehr Platz: So wird die neue Ochsenbraterei

Roiderer: „Wir jammern nicht, weil wir gutes Geld verdienen“

Roiderer: „Wir jammern nicht, weil wir gutes Geld verdienen“

Preislimit beim Wiesn-Bier: Entscheidung vertagt

Preislimit beim Wiesn-Bier: Entscheidung vertagt

Die geheime Wiesn-Liste: Wer es geschafft hat - und wer nicht

Die geheime Wiesn-Liste: Wer es geschafft hat - und wer nicht

Kommentare