Name steht schon fest

So soll das Hippodrom in Zukunft heißen

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Die Wiesnbesucher müssen sich umstellen: Das "Hippo" soll bald "Marstall" heißen.

München - Das Hippodrom soll nicht nur einen neuen Wirt, sondern auch einen neuen Namen bekommen. Siegfried Able, der sich wohl sicher ist, den Zuschlag zu kriegen, hat sich den neuen Namen schützen lassen.

Nach Wirt Sepp Krätz wird nun auch der Name „Hippodrom“ von der Wiesn verschwinden. Nach Informationen des Münchner Merkur sieht das Konzept von Siegfried Able, der Nachfolger von Krätz werden soll, vor, dass sein Zelt „Marstall“ heißen soll. Der Wiesn-Chef und künftige Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wird dem Wirtschaftsausschuss demnach am Montag vorschlagen, Able den Zuschlag für ein großes Wiesn-Zelt zu geben.

Tatsächlich hat sich Able die Marke „Marstall“ schützen lassen. Erst vor wenigen Tagen, am 14. April, wurde sie offiziell unter der Registernummer 302014022617 eingetragen. Able plant offenbar eine breite Vermarktung des Namens. „Marstall“ ist nicht nur für „Dienstleistungen zur Verpflegung und Beherbergung von Gästen“ geschützt, sondern auch für Schnupftabak, alle Getränke außer Bier, viele Lebensmittel, Kleidung, Bierkrüge, Schirme, Schmuck, Wimpel und vieles mehr.

Sollte der Stadtrat zustimmen, würde der Name „Hippodrom“, der Sepp Krätz gehört, wertlos. Kein Wunder, dass Sepp und Tina Krätz versuchen, die Entscheidung noch zu beeinflussen. Sie riefen gestern zur Unterzeichnung einer Online-Petition auf, damit das Hippodrom auf der Wiesn bleibt. „Unabhängig wie und für welchen Festwirt die Entscheidung der Stadt ausfällt, wünscht sich die Familie Krätz mit allen Angestellten und natürlich auch für unsere langjährigen Kunden, dass das Hippodrom auf dem Münchner Oktoberfest bestehen bleibt“, schreiben die Gastronomen.

Die Könige der Wiesn

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Die Chancen stehen schlecht. Wie berichtet, ist sich Able schon seit Monaten so sicher, das Zelt zu bekommen, dass er sich für sein kleines Zelt, die „Kalbskuchl“ gar nicht mehr beworben hat. Im Stadtrat sorgt dieses Vorgehen fraktionsübergreifend für Stirnrunzeln, es dürfte am Montag erheblichen Diskussionsbedarf geben.

Philipp Vetter

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