Millionen-Gewinn auf der Historischen Wiesn

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Unerwartet lukrativ: Bei der Eröffnung glaubte noch niemand, dass die Historische Wiesn Gewinn bringen würde.

München - Stadträte fordern, den unerwartet hohen Überschuss der Historischen Wiesn zwischen Wiesn-Stiftung, Schausteller-Stiftung und Tourismusamt aufzuteilen.

Dass die Historische Wiesn im vergangenen Jahr bei den Besuchern äußerst beliebt war, ist kein Geheimnis - längst ist ihre Fortsetzung als „Oide Wiesn“ beschlossen. Jetzt ist klar: Auch finanziell hat sich das Ganze gelohnt. Wie nun bekannt wurde, bleibt voraussichtlich ein Überschuss in Millionenhöhe übrig. SPD, Grüne, CSU und FDP fordern angesichts dieser Summe eine Neuverteilung des Gewinns.

Die Eröffnung der Jubiläumswiesn 2010

Eröffnung der historischen Wiesn

Ursprünglich war vorgesehen, einen möglichen Überschuss der Münchner Wiesn-Stiftung zu geben. Sie unterstützt sozial schwache Personen und soziale Einrichtungen, etwa in der Jugendpflege, der Altenhilfe und dem öffentlichen Gesundheitswesen.

Nun zeichnet sich aber eine weitaus höhere Summe ab als angenommen: „Wir hatten gar nicht mit einem Gewinn gerechnet“, sagt Wiesn-Stadtrat Helmut Schmid (SPD), „aber dann kamen doppelt so viele Besucher wie gedacht.“ Über eine halbe Million Menschen zog es auf die Historische Wiesn. Sie alle zahlten Eintritt, hinzu kamen Spenden und Sponsorenleistungen. Wenn die Bücher endgültig geschlossen seien, könne man dem Vernehmen nach mit einer siebenstelligen Gewinnsumme rechnen.

In einem fraktionsübergreifenden Antrag forderten die Parteien, das Geld wie folgt aufzuteilen: Die Hälfte für die Wiesn-Stiftung, ein Viertel für die Schausteller-Stiftung zur Unterstützung der geschichtlichen Schausteller-Sammlung im Stadtmuseum und ein Viertel für das Tourismusamt. Dort solle man das Geld als Rücklage für städtische Ausgaben zum Oktoberfest verwenden. Damit könnten „Sicherheitsvorkehrungen und Straßensanierungen“ finanziert werden, heißt es. So müsse nicht jede Maßnahme zu höheren Standgebühren führen. Der Antrag soll direkt nach der Sommerpause diskutiert werden.

Übrigens: Heuer ist laut Schmid auf keinen Fall mit einem solchen Gewinn zu rechnen. Weil es keine Jubiläumsveranstaltung mehr ist, gibt es keine Spenden und Sponsorengelder - die „Oide Wiesn“ muss sich selbst tragen.

akg

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