Last-Minute-Wiesn: Hier gibt's noch Betten

Hoch die Krüge: Zur Wiesn gibt's in Hotels noch freie Betten

Zur Wiesn wird's nicht nur auf den Bierbänken eng. Doch die Zeiten, in denen Hotels horrende Preise verlangten und trotzdem ausgebucht waren, sind vorbei. Last-Minute-Bucher haben noch gute Chancen auf ein Zimmer - wo:

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Das Oktoberfest ist für viele München-Urlauber ein Pflichttermin. Jedes Jahr zieht es Tausende Besucher aus aller Welt zum größten Volksfest der Welt. In diesem Jahr feiert München den 200. Geburtstag der Wiesn. In den Bierzelten auf der Theresienwiese könnte es daher vom 18. September bis 4. Oktober noch voller werden als sonst. Und auch die Unterkünfte in der Stadt dürften gut ausgelastet sein. Keine guten Aussichten für Wiesn-Fans, die kurzfristig anreisen.

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Aber die Suche nach einer Last-Minute-Herberge ist nicht hoffnungslos. “Es sind noch Zimmer für die Wiesn zu haben“, sagt Gabriele Weishäupl, Münchner Tourismus-Chefin und Festleiterin. Auch Unterkünfte zu “moderaten Preisen“ seien noch buchbar. “Moderat“ ist in diesem Fall allerdings eine Frage der Perspektive: Im Schnitt müssen Gäste in München laut Weishäupl mit 200 Euro für die Übernachtung im Doppelzimmer rechnen. Es gebe aber “keine Wiesn-Preise“ mehr wie früher, als die Zimmerpreise während des Oktoberfests rasant nach oben kletterten. Zwar dürfte das Zimmerangebot schrumpfen, je näher die Wiesen rückt - auch weil die Organisatoren wegen der Jubiläums-Wiesn in diesem Jahr mit einem größeren Andrang rechnen. “Aber ich habe in den letzten Jahren nie mehr die Dramatik erlebt wie vor 20 Jahren“, sagt Weishäupl. Damals sei München zum Oktoberfest regelmäßig ausgebucht gewesen. “Die Stadt quoll über, und wir mussten bis weit ins Umland vermitteln.“

Aber wegen des steigenden Bettenangebots seien solche Zustände vorbei. München hat seine Hotelkapazitäten auf mittlerweile 55 000 Betten aufgerüstet. “Im Großen und Ganzen ist die Situation entspannt“, sagt Weishäupl. Möglichst “frühzeitig buchen“, empfiehlt dennoch Frank-Ulrich John, Sprecher des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands. Dann klappe es auch noch mit dem Hotelzimmer in der gewünschten Innenstadtlage.

“Wir hoffen natürlich, dass zur Jubiläums-Wiesn mehr los ist als sonst“, sagt John. Er wolle aber auch für die kurzfristige Anreise “Mut machen“. Es sei keinesfalls aussichtslos, auf den letzten Drücker noch ein Zimmer zu finden. “Es gibt zwar die Mär, München sei zur Wiesn ausgebucht“, sagt John. “Das stimmt aber nicht. Im vergangenen Jahr gab es zur Wiesn circa 30 Prozent Leerstände.“ Das liege auch daran, dass alle immer denken, in der Stadt sei ohnehin alles voll, und dann automatisch zuerst im Umland nach Unterkünften suchen. “Auch wer spontan fährt: Da geht auf alle Fälle was“, ermuntert John. Schließlich würden ja immer wieder Buchungen storniert. John empfiehlt, zunächst direkt über die Internetseiten der Münchener Hotels nach Zimmern zu suchen. Das sei oft günstiger, als über die einschlägigen Buchungssysteme zu buchen.

Aber auch diese seien eine Möglichkeit, noch ein Hotelzimmer zu ergattern. Johns Tipp: Viele Quartiere bieten zur Wiesn Oktoberfest-Specials an, die für Gäste eine preislich interessante Alternative sein können. Eine weitere Übernachtungsalternative bietet von 17. September bis 4. Oktober das “Wiesn Camp“ im Olympischen Reitstadion München-Riem. Hier können Wiesn-Besucher in bereits aufgebauten Zelten und Wohnwagen übernachten.

Eine Nacht im Zelt kostet ab 55 Euro, für den Wohnwagen werden ab 110 Euro pro Nacht fällig. Auch Isomatten und Schlafsäcke können gegen Gebühr gemietet oder gekauft werden. Der Weg zur Wiesn dauert laut den Betreibern des “Wiesn Camps“ 25 Minuten. Wer mit dem Reisemobil zum Oktoberfest fährt, findet nach Angaben der Stadt München auf der Sonderfreifläche der Neuen Messe München in Riem Parkraum mit sanitären Einrichtungen vor. Von dort ist das Festgelände mit der U-Bahn zu erreichen. Außerdem gibt es einen Wohnmobil-Abstellplatz in der Siegenburger Straße. Auch von dort geht es mit der U-Bahn bequem zur Theresienwiese.

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