Was jetzt in Ihren Kühlschrank gehört

München - Schluss mit massenweise Wiesn-Bier, Hendl, Haxn & Co.! Tun Sie Ihrem Körper nach zweieinhalb Wochen Völlerei mal wieder etwas Gutes, liebe User! So entgiften Sie Ihren Körper:

Die Übersäuerung des Stoffwechsels ist die Erklärung dafür, dass wir Schlacken nicht mehr richtig ausscheiden können. „Säuren entstehen als Abfallprodukte des Stoffwechsels. Hinzu kommen Bestandteile der Nahrung, die in hoher Konzentration giftig wirken. Wenn der Darm überlastet ist, entsteht ein saures Milieu im Gewebe.“, sagt Dr. Wolfgang Wilde, Chefarzt der Medical Park Klinik Prien.

Die schönsten Bilder von der Wiesn 2010

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Die Hauptursache für die Übersäuerung ist ungesundes Essen. „Es gibt sauer und basisch wirkende Lebensmittel“, erklärt der Internist und Ernährungsmediziner. „Gerade jetzt nach der Wiesn sollten Sie mit basischer Nahrung ihren Stoffwechsel wieder ins Gleichgewicht bringen.“ Ideal wäre eine Ernährung, die zu zwei Dritteln aus basischen Produkten besteht und nur zu einem Drittel aus sauren:

Basisch wirkende Lebensmittel sind: Gemüse, Kartoffeln, reifes, am besten heimisches Obst, Salate, stilles Wasser, Milch, Sahne und kaltgepresste Pflanzenöle.

Sauer wirkendes Nahrung sollten Sie reduzieren: tierische Eiweiße in Fleisch, Wurst und Fisch sowie Milchprodukte außer der Milch selbst (Käse, Quark, Joghurt usw.). Auch Weißmehl und Süßspeisen wirken sauer, außerdem gesüßte Getränke, Alkohol, Kaffee und schwarzer Tee.

Zur Auffrischung: Das Verhältnis von Säuren und Basen wird durch den pH-Wert bestimmt: 7 ist neutral, kleiner als 7 ist sauer, größer als 7 basisch.

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Bekanntestes Beispiel für die schmerzhaften Folgen einer Übersäuerung ist die Harnsäure. Zu viel davon – verursacht durch Alkohol und fettes Essen – kann zu einem Gichtanfall führen. „Die spitzen Säurekristalle lagern sich an den Gelenken ab – das tut furchtbar weh“, sagt Dr. Wilde. „Ein durch zu viel Säuren blockierter Stoffwechsel führt außerdem zu einer Fehlverdauung und in der Folge zum Verkrampfen bestimmter Darmbereiche.“

Was kaum ein Patient weiß: Sogar Rückenschmerzen können darauf ­zurückzuführen sein. „Die Darmwurzel hat ihren Ursprung am Querfortsatz des zweiten Lendenwirbels. Eine geschwollene Darmwurzel zieht die Patienten ins Hohlkreuz und die Bandscheiben werden belastet.“

Auch Hautrötungen und Ekzeme, eine rissige Zunge sowie Antriebslosigkeit und Müdigkeit können Zeichen einer Übersäuerung sein. Entsäuerung ist also angesagt: Dafür benötigt der Körper eine ausreichende Menge basischer Mineralstoffe. „Führen wir zu wenig Basen über die Nahrung zu, zapft unser Organismus sein körpereigenes Basendepot an – das Kalzium aus den Knochen. „Die Entkalkung der Knochen kann zu Osteoporose führen“, warnt Spezialist Wilde. Darum: Fangen Sie gleich heute an, Ihren Körper zu entsäuern. Sie werden bald spüren: Sie fühlen sich freier, bekommen besser Luft, Ihr Bauch wird dünner und das unangenehme Spannungsgefühl lässt nach.

Simone Herzner

tz-Info: Richtig heilfasten

Heilfasten ist die schnellste Methode zur Verbesserung des überlasteten Stoffwechsels. „Allerdings sollten Sie nur unter ärztlicher Aufsicht fasten“, sagt Dr. Wolfgang Wilde, Ernährungsmediziner und Arzt für Naturheilverfahren. Der Spezialist hat schon viele Patienten beim Fasten begleitet. Gute Erfahrungen hat er mit der „Semmelkur“ nach F. X. Mayr gemacht. Ziel ist die Entgiftung über den Darm. Das Heilfasten ist nur eine zeitlich begrenzte Maßnahme, bitte nicht mit einer Diät verwechseln!

Bei der Mayr-Kur reinigen Sie morgens Ihren Darm mit Bittersalz. Außerdem nehmen Sie drei Mal täglich einen in heißem Wasser gelösten Teelöffel Basenpulver und mindestens drei Liter Wasser zu sich. Zum Frühstück gibt es eine trockene Semmel und ein wenig Milch oder Quark für die Eiweißzufuhr. Jeder Bissen soll 30 bis 50 Mal gekaut werden. Das Kauen ist wichtig, weil der dabei produzierte Speichel die Verdauung anregt. Mittags gibt es ­eine Semmel und eine frische Gemüsebrühe ohne feste Bestandteile, abends sollten Sie nur noch Brühe zu sich nehmen. Sie sollten – je nach Typ – mindestens zwei ­Wochen heilfasten und danach die gleiche Zeit für eine milde Ablei­tungs­diät aufwenden, bis Sie wieder normal essen.

Leichte Bewegung ist dringend notwendig, damit die Muskulatur nicht abgebaut wird. Und: Gutes Kauen ist nicht nur beim Fasten wichtig – gewöhnen Sie es sich bitte nicht wieder ab.

Rubriklistenbild: © Westermann

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