Immer rein ins Dekolleté

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Kein Problem hat auch die 19-jährige Simone Behr aus Pastetten mit Heiko Rinklakes frecher Linse.

Landkreis - Einer ganz besonderen Art der abbildenden Kunst hat sich ein Dorfener verschrieben: Er linst mit der Kamera den Damen ins Dekolleté. Und viele machen mit. Ab Freitag versucht er beim Herbstfest sein Glück.

Mit stierem Blick auf den Busen bewegen sie sich nicht durch die Volksfeste. Nein, der erste Blick gilt dem Gesamteindruck, dann dem Gesicht und schließlich dem Dekolleté. Wenn alles drei passt, stellen sich der Dorfener Heiko Rinklake und sein Freund Mathias Siewert aus München den hübschen Damen mit ihrem Flyer vor und fragen, ob sie ihren Ausschnitt fotografieren dürfen. Die Resonanz ist bestens.

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„95 Prozent der Mädels finden es geil. Und fast alle machen sofort mit. Viele richten vorher nochmal alles zurecht, drücken ihren Busen zusammen oder beugen sich offenherzig nach vorne“, grinst der 37-jährige Heiko. Die meisten seien stolz auf ihr Holz vor der Hütt’n und lassen sich gerne auf der Internetseite „www.wiesnausschnitte.de“ von ihrer Schokoladenseite präsentieren. Nur der Ausschnitt ist zu sehen - kein Name, kewin Gesicht. Sogar aus China, Madagaskar, Chile, Amerika oder Brasilien hatten die Macher schon Zugriffe. Die meisten kommen aber aus dem bayerischen Raum.

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Für Heiko und seinen 43-jährigen Spezl steht jetzt das Erdinger Herbstfest auf dem Terminplan. Auch hier wollen die beiden die schönsten Ausschnitte knipsen, nachdem sie schon Dachau, Straubing, Regensburg und Ingolstadt abgegrast haben. 300 Ausschnitte zieren ihre Homepage mittlerweile, und es werden fast täglich mehr.

Heiko stammt aus Harsewinkel, einem kleinen Nest in Ost-Westfalen. Dass „agrad ein Preiß“ diese witzige Idee hatte, war eher Zufall. Mit seiner Frau Angela, den Töchtern Fiona-Marie und Pia-Malin sowie Mathias’ Familie bummelten sie vergangenes Jahr über die Münchener Wiesn. Weil der damals sechsjährigen Pia-Malin langweilig war, begann sie, mit Papas Kamera zu knipsen. Heiko zappte mit seinem Spezl später die Fotos durch und entdeckte den Ausschnitt seiner Frau Angela. Und die Idee war geboren.

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Seither sind die beiden Freunde fast jede freie Minute auf Volksfesten unterwegs. Fotografiert wird frontal, seitlich oder gerne auch von der Bierbank oben aus direkt in den Ausschnitt hinein. Der richtige Zeitpunkt zum Knipsen sei wichtig. „Wir fangen draußen an und gehen dann in die Zelte rein. Es muss der Punkt erreicht sein, wo die Stimmung ausgelassen ist, aber die Leute noch keinen Vollrausch haben“, sagt Heiko: „Am zugänglichsten sind die Damen Mitte 20“.

Und die knackigen Männer? Ob es der Hintern in der Lederhosn oder doch lieber die strammen Wadln werden, ist noch nicht entschieden.

Birgit Lang

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