Historische Wiesn: Ein Platzerl zum Verlieben

+
Die Trachtengruppe Auerberg im Festzelt

München - Vor der Band tanzen kleine Mädchen mit Zöpfen, auf den Bänken schunkeln Trachtler und stoßen mit alten Steinkrügen an, draußen kuscheln junge Pärchen in der Laube. Kein Gedränge, keine Raufbolde: So gemütlich ist es auf der historischen Wiesn!

Die Zahlen sprechen für sich: Etwa 250 000 Gäste haben die Jubiläums-Wiesn bislang besucht. „Wenn man über das historische Gelände schlendert, blickt man in glückselige Gesichter. Die Jubiläumswiesn ist ein voller Erfolg“, sagte OB Christian Ude beim Halbzeit-Pressegespräch am Sonntag.

Die Brüder Johannes (7) und Felix (4) futtern Mini-Würstl und Brezn im Limogarten. „Voll cool, hier gibt es einen Biergarten nur für Kinder!“, strahlt Johannes. Auch Papa Franz Medele (36) ist ein großer Fan der historischen Wiesn: „Hier herrscht wenig Trubel – das ist für Kinder genau das Richtige.“ Thorsten Brandt (47) aus Feldafing ist mit Tochter Laila-Isalie (4) und deren Freundin Emilia (4) da – die Mädchen hüpfen auf der Bühne im historischen Festzelt herum. „Die große Wiesn ist mit Kindern viel zu anstrengend“, sagt der Papa. „Aber hier können sie sogar alleine herumtoben.“

Eröffnung der historischen Wiesn

Eröffnung der historischen Wiesn

Einige Italiener haben sich ebenfalls ins historische Festzelt verzogen. „Drüben ist es zu voll und zu laut“, erklärt Luca (32) aus Mailand und knabbert an einem Hühnerbein. 23 500 Hendl gingen auf der historischen Wiesn bislang über den Tresen, aber auch historische Gerichte wie die Rumford-Suppe sind gefragt – 903 davon wurden verkauft.

Auch viele Trachtler sitzen auf den Bänken. „Hier tragen die Leute noch traditionelle Tracht und nicht nur so kurze Pseudo-Dirndl“, meint etwa Bürokauffrau Marina Obermaier (18) von der Plattlergruppe Auerberg aus der Nähe von Miesbach.

Wer im Wiesn-Rummel nur mal durchschnaufen will, ist hier ebenfalls richtig. Raimund Eschenbeck (28) und seine Freundin Laura Buchwitz (27) haben einen Platz in einer der Lauben ergattert. „Hier kann man mal kurz ausruhen, das gibt es sonst auf der Wiesn gar nicht“, sagt der Student. Laura ergänzt: „Hier steht die Tradition im Vordergrund, nicht das Saufen – super.“ Das meint auch OB Christian Ude: „Die historische Wiesn ist kein Bierumsatzfest, sondern ein Fest der Schausteller und Familien!“

cs.

Auch interessant:

Lesen Sie auch:

CSU im Stadtrat beantragt: U4 zur Wiesn auch bis Laimer Platz

CSU im Stadtrat beantragt: U4 zur Wiesn auch bis Laimer Platz

CSU im Stadtrat beantragt: U4 zur Wiesn auch bis Laimer Platz

Oktoberfest-Plakat: Das Publikum darf mitbestimmen

Oktoberfest-Plakat: Das Publikum darf mitbestimmen
Oktoberfest-Plakat-Wettbewerb: Jetzt mitmachen

Oktoberfest-Plakat-Wettbewerb: Jetzt mitmachen

Oktoberfest-Plakat-Wettbewerb: Jetzt mitmachen

Wiesn-Marken: Er erlebt beim Einlösen unschöne Überraschung

Wiesn-Marken: Er erlebt beim Einlösen unschöne Überraschung

Kommentare