Was die Gäste heuer schätzen

Hier punktet die Oide Wiesn

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In diesem Jahr haben Papa Jürgen Niedmann (43) und Tochter Sissi (5) gaaaaanz viel Platz zum Toben und Spielen auf der Oidn Wiesn.

München - Heuer ist die Oide Wiesn noch attraktiver: Sie lockt mit mehr Platz auf insgesamt 3,5 Hektar. Die tz hat sich auf dem Gelände umgeschaut. Was den Gästen heuer alles gefällt:

Schon zum 200. Jubiläum im Jahr 2010 war die historische Wiesn ein voller Erfolg. Mittlerweile ist die Oide Wiesn vor allem für Münchner Familien und ältere Besucher nicht mehr von dem Oktoberfest wegzudenken. Mehr als eine halbe Million Besucher kamen 2011 – heuer werden’s sicher mehr! Denn in diesem Jahr ist die Oide Wiesn noch attraktiver: Sie lockt mit mehr Platz auf insgesamt 3,5 Hektar. Das Herzkasperlzelt ist auch größer und es gibt ein neues Velodrom-Zelt. Die tz hat sich auf dem Gelände umgeschaut. Was den Gästen heuer alles gefällt:

Bänke zum Ausruhen

In diesem Jahr hat die Stadt auf der Oidn Wiesn mehr Bänke aufgestellt. Gudrun Künzel (60; l.) macht mit Tochter Elisabeth (37; Mitte) und Enkelin Marie (1) eine Pause vom Wiesn-Bummel. „Eine Oase der Ruhe“, schwärmt die Münchnerin. „Hier kann man sich gemütlich hinsetzen.“ Weiterer Vorteil: Kinderwägen dürfen auch am Wochenende auf die Oide Wiesn.

Limo für Kinder

Prost! Im Limogarten vom Festzelt Tradition sprudeln Limo, Spezi, Apfelschorle und Wasser. Kleine Wiesn-Besucher zapfen die Getränke am Limobrunnen mit den Münchner Stadtmusikanten. Für einen Euro plus Becherpfand dürfen die Kinder so viel trinken sie wollen. Die Enkel von Wirt Toni Winklhofer, Paul (5, v.l.) Maximilian (5) und Theresa (1) haben schon getestet: „Mmmh!“

Woran erkennt man einen echten Münchner?

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Bier aus Tonkrügen

Bierliebhaber geraten auf der Oidn Wiesn ins Schwärmen. Denn im Festzelt Tradtiton und im Herzkasperlzelt gibt’s Augustiner beziehungsweise Hacker Pschorr im Steinkrug. „Man kann die Krüge besser halten“, sagt der Münchner Wiggerl Speermann (56, hinten links), der mit seinen Spezln öfter herkommt. „Das Bier bleibt da drin viel länger kühl und frisch.“ Er genießt auch das Publikum hier: „Hier sind nicht so viele Gspinnerte wie da drüben …“

Günstige Fahrgeschäfte

Die nostalgischen Fahrgeschäfte auf der Oidn Wiesn kosten nur einen Euro. „Das finde ich fair“, sagt Charlotte Bourdeix mit den Töchtern Greta (4) und Alice (9). „Hier ist’s noch wie in meiner Kindheit!“ Sie genießt, dass es nicht so eng und stressig ist. „Auf der normalen Wiesn sind die Kinder schon nach einer halben Stunde schlecht gelaunt, weil sie einfach überfordert sind.“

Wiedereinlassbänder

Ebenfalls neu auf der Oidn Wiesn: Wiedereinlassbänder! Wer an der Kasse den Eintritt von drei Euro bezahlt, kriegt ein Bandl für’s Handgelenk – damit kann der Besucher an dem Tag so oft auf’s Gelände, wie er will. „Eine faire Regelung“, meinen Stefan Bösl (42) und Alexandra Garr (42) aus München. „So können die Gäste jederzeit wiederkommen – wir nutzen das bestimmt!“

Großes Kulturprogramm

Blaskapelle, Kasperltheater, Kabarett – auf den Bühnen des Herzkasperlzeltes ist mehr los denn je. Der Münchner Ofenbauer Felix Aumeier (28), der sich gerade die Mundart-Sängerinnen Hasemanns Töchter anhört, gefällt’s: „Das Programm ist vielfältig – und es gibt auch eher alternative Kultur. Hier ist’s einfach viel griabiger.“

Mehr Platz

Auf 3,5 Hektar verteilen sich die Buden, Zelte und Fahrgeschäfte. Gedränge Fehlanzeige – hier ist es schön luftig und entspannt! Zum Vergleich: Die letzte Oide Wiesn 2011 maß nur drei Hektar. „Man merkt schon einen Unterschied zum letzten Mal“, sagt Gastronom Jürgen Niedmann aus München. „Heuer ist alles viel entzerrter. Mit Kindern perfekt!“

cmy/nba/bea

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