Hier machen die Wiesn-Besucher selbst Musik

+
Im Festzelt Zur Schönheitskönigin auf der Oidn Wiesn dürfen die Gäste ihre eigenen Instrumente mitbringen

München - Ein Mal auf einer Wiesn-Bühne den Marsch blasen – davon träumen viele Musiker. Dann nix wie ab auf die Oide Wiesn: Hier machen die Gäste ganz einfach ihre eigene Musik!

Lesen Sie auch:

Die Wiesn-Hit-Anwärter 2011

Ob Akkordeon, Gitarre oder Trompete: Im Musikanten- und Volkssängerzelt "Zur Schönheitskönigin" dürfen die Besucher zum Musikantentreff ihre eigenen Instrumente mitbringen und mit den Musikern von Bavaro Beat und den Gerner Zipfeklatschern auf der Bühne spielen. Geprobt wird vorher nicht, die Musiker improvisieren einfach oder sprechen vorher ab, welches Stück gespielt wird. Eine zünftige Gaudi auf der Oidn Wiesn!

So schön ist es auf der Oidn Wiesn

So schön ist es auf der Oidn Wiesn

Das Motto „Macht’s mit“ wird in der Schönheitskönigin ohnehin groß geschrieben: So können die Gäste zum Beispiel auch beim Offenen Singen mit den Wirtshausvorsängern lustige Schnaderhüpferl und bayerische Lieder trällern oder sich jederzeit beim Familientanz und Tanzboden aufs Parkett wagen. Die tz hat sich im Festzelt Zur Schönheitskönigin umgesehen und Wiesn-Gäste gefunden, die sich mit ihrem eigenen Instrument auf die Bühne trauten.

Das große Wiesn-Rätsel

Oktoberfest-Rätsel: Wie gut kennen Sie die Wiesn?

Willkommen auf der Mitmach-Wiesn! Lust bekommen? Der nächste Musikantentreff findet am Freitag, 30. September, ab 10.30 Uhr statt. Das komplette Programm gibt es im Internet unter www.zur-schoenheitskoenigin.de.

„Wollte ich schon immer mal“

O’zupft is! Student Lenz (25) aus München hat heute statt jeder Menge Kumpels nur seine Gitarre auf der Wiesn dabei. „Auf einer Wiesn-Bühne zu spielen, ist schon etwas ganz Besonderes – das wollte ich schon immer mal machen“, erklärt der Münchner. Er hat extra seine älteste Gitarre mitgebracht: „Da wär’s nicht ganz so schlimm, wenn im Gewusel was kaputtgeht.“ Auf der Bühne muss der Musiker allerdings improvisieren: „Den Großteil der Stücke kenn ich gar nicht, ich steige einfach mit ein“, verrät Lenz. „Deshalb heißt die Volksmusik Volksmusik – die Lieder sind einfach, sodass jeder mitspielen kann.“

„Mia san do, wo de Musi spuit“

Die Idee kam ihnen heute morgen spontan – schwupps, schwangen sich Walter (73), Daniel (19), Thomas (38) und Michi (27, v. l.) aus München mit ihren Instrumenten in die S-Bahn und fuhren auf die Wiesn. „Wir spielen privat in einer Volksmusik-Band und gucken immer, wo wir Musik machen können“, erklärt Gitarrist Thomas. Nach dem Wiesn-Auftritt hat das Quartett nur noch einen großen Traum: „Wir würden so gerne mal im Radio spielen!“

„Spontan macht’s echt Spaß!“

Eigentlich spielt Saxophonist Cäsar (50) nur Jazzmusik – auf der Wiesn darf’s aber auch bisserl volkstümlich zugehen. „Ich probier gern was Neues aus“, grinst der Metalldreher, der heute morgen samt Instrumentenkoffer mit dem Zug aus Hausham angereist ist. Jetzt bläst er auf der Bühne neben den anderen Musikern sein Saxophon. „Mit anderen Leuten zusammen Musik zu spielen, macht einfach riesigen Spaß“, erklärt Cäsar. „Vor allem, wenn man vorher nicht geprobt hat.“ Angst um sein 3500 Euro teures Instrument hat er nicht: „Das hab ich ganz fest an dem Haken um meinem Hals. So kann nix schiefgehn!“

Christina Schmelzer

Auch interessant:

Lesen Sie auch:

Oktoberfestplakat 2017: Fans durften erstmals mitbestimmen 

Oktoberfestplakat 2017: Fans durften erstmals mitbestimmen 

Oktoberfest-Preise 2017: So viel kostet das Essen in den Festzelten

Oktoberfest-Preise 2017: So viel kostet das Essen in den Festzelten

Abzocke! Hotels zum Oktoberfest bis zu 160 Prozent teurer

Abzocke! Hotels zum Oktoberfest bis zu 160 Prozent teurer

Oktoberfest 2017: Die Termine zur Wiesn

Oktoberfest 2017: Die Termine zur Wiesn

Kommentare