Kälte sorgt für leere Bierbänke, aber ab Dienstag wird’s wärmer

Herrgott! Jetzt hat’s genug geregnet

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Pfarrer Rainer Schießler bedient jedes Jahr während der Wiesn im Biergarten vom Schottenhamelzelt. Bei dem Dauerregen der letzten Tage half allerdings auch sein Stoßgebet nichts.

München - Es schüttet wie aus Eimern, der Himmel ist grau, am Boden riesige Pfützen: In den letzten Tagen ging’s den Wiesn-Besuchern richtig nass nei. Und auch die Bedienungen leiden. Doch Besserung ist in Sicht.

Allein am Sonntag schüttete es bis zu 50 Liter pro Quadratmeter. Ohne Schirm und Regenjacke ging gar nix, viele Karussells und Fahrgeschäfte standen still. Und auch den Biergarten-Bedienungen vermieste der Regen das Geschäft...

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Pfarrer Rainer Schießler, Bedienung im Biergarten vom Schottenhamelzelt, wirft einen kritischen Blick zum Himmel: "Ich glaub, das wird heut' nix mehr." Seit Samstagabend gießt es ununterbrochen - da hilft auch der gute Draht nach oben nix. Die Tische im Biergarten bleiben leer, die Gäste huschen ins trockene Zelt. Und bei den Außen-Bedienungen geht der Umsatz flöten. "Ich habe Kollegen, die sich mit dem Verdienst ihr Studium finanzieren - da ist es schon hart, wenn der erste Wiesn-Sonntag ins Wasser fällt", sagt Pfarrer Schießler.

Mit einem Lachen lässt sich der Regen besser ertragen.

In den Zelten wird die Wettervorhersage an Regentagen genau beobachtet. Ist keine Besserung in Sicht, darf in der Regel der Großteil der Außen-Bedienungen gehen, nur eine Notmannschaft bleibt da. Im Hofbräuzelt warten die Biergarten-Bedienungen in der Kantine. Junior-Wirt Ricky Steinberg: "Natürlich ist so ein Regentag schade - schließlich verdienen die Wiesn-Bedienungen nur, wenn sie etwas verkaufen." Matthias (23), Bedienung im Biergarten vom

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Schottenhamelzelt: "So ein Regentag ist schon ärgerlich." Denn eine Wiesn-Bedienung wird nach Umsatz bezahlt - je weniger sie verkauft, desto geringer ist der Verdienst.

Im Hackerzelt nutzen die Biergarten-Bedienungen Fredi (29), Ela (31) und Gerd (51) den verregneten Morgen für eine ausgedehnte Frühstückspause unterm Dach - dick eingemummelt bei knapp acht Grad. "Sobald der Regen aufhört, sind die Tische schnell wieder belegt", berichtet Ela. "So ist es halt: Nur die Harten kommen in den Garten!" Auch die Schausteller hatten Pech - an vielen Fahrgeschäften herrschte gähnende Leere. "Bei Regen will keiner Karussell fahren, uns fehlt die Kundschaft", erklärt Sprecher Edmund Radlinger. "Aber die Wiesn ist eben nicht nur Sonnenschein - die Bilanz machen wir am Schluss!"

Der Meinung ist auch Toni Roiderer, Wirt vom Hackerzelt und Sprecher der Wiesn-Wirte: "Am Sonntag fiel das Geschäft ins Wasser. Aber was der Herrgott nassmacht, macht er auch wieder trocken. Wir müssen nur abwarten!"

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Ab Dienstag geht es mit den Temperaturen wieder bergauf: Im Laufe des Vormittags verziehen sich die Wolken, dann bleibt es freundlich bei bis zu 19 Grad. Und auch den Rest der Woche erwartet uns freundlicher Altweibersommer. Meteorologe Karsten Brandt von donnerwetter.de: "Es wird richtig schön - perfektes Wiesn-Wetter!" Christina Schmelzer

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