Fall vor Gericht

Hacker-Festzelt: Sanitäter schlägt mit Masskrug zu

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Jan P. schlug im Hacker-Festzelt zu.

München - Er möchte Kampfpilot werden. Doch ein brutaler Schlag mit einem Masskrug auf der Wiesn kann die Bundeswehrkarriere von Jan P. (23, Namen geändert) jäh beenden.

Verzweifelt kämpft der Sanitäter vor dem Amtsgericht gegen eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung.

Der Blondschopf aus dem Münsterland machte im vergangenen Herbst in München seine Sani-Ausbildung. Am 22. September feierte er im Hacker-Festzelt. Wie üblich wurde heftig auf den Bierbänken getanzt, was Jan P. nach fünf bis sechs Mass Gleichgewichtsstörungen bereitete. Sein Hintermann habe mit seinem Rücken gegen ihn gedrückt. Er habe zurückgedrückt, so der Angeklagte: „Plötzlich ist der ausgewichen und ich bin auf den Biertisch gefallen.“

Beim zweiten Sturz sah Jan P. rot. Er ging auf den 25-jährigen Andreas R. los, den er irrtümlich für den nervigen Rückendrücker hielt: „Ich habe dem eine Backpfeife gegeben.“

Der Freund des Opfers, Paul W. (22), mischte sich ein: „Geh weiter!“ Da rammte Jan P. dem 22-Jährigen den Krug ins Gesicht! „Mir wurde schwarz vor Augen“, sagte das Opfer. In der Klinik musste sein zertrümmertes Nasenbein operiert werden: „Ich war fünf Wochen krank.“

Jan P., der bei seiner anschließenden Flucht von Pauls Freunden böse vermöbelt wurde, macht Notwehr geltend. „Ich wollte mich mit dem Masskrug aus der Lage rauskämpfen“, so der Soldat. Der Prozess geht am 29. April weiter.

Eberhard Unfried

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