Großbaustelle am Festgelände

Werkeln für die Wiesn

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Die Arbeit von Herbert Huber ist anstrengend.

München - Auf der Theresienwiese herrscht hektische Bertriebsamkeit. Die Arbeiter machen sich krumm, damit pünktlich zum Wiesnstart alles fertig ist. Wir haben mit einigen Helfern gesprochen.

Die Großbaustelle auf der Theresienwiese nimmt Formen an: Die Gerüste der 14 großen Festzelte stehen schon! Acht Wochen sind es noch bis zum Wiesn-Anstich. Doch bis dahin ist noch einiges zu tun. Auf dem Festgelände werkeln die Bauarbeiter, Kräne hieven Zeltteile durch die Luft, Tausende Kilometer Stromkabel werden verlegt. Die tz hat sich auf der Großbaustelle umgesehen und die Arbeiter begleitet. Was sie alles leisten, was noch zu tun ist.

Ist Kanal dicht?

Ich prüfe gerade, ob die Kanal­leitung dicht ist. Meine Mannschaft und ich sind hier für die gesamte Haustechnik des Hackerzelts zuständig. Wir legen 200 Meter Abwasserrohre, 900 Meter Wasserleitungen und 150 Meter Gasleitungen. Das ist logistisch nicht leicht. Seit elf Jahren bin ich jetzt schon dabei. Es macht immer noch Spaß. Auf der Baustelle kennt man sich mittlerweile.

Peter Beischl (65) aus München

15 000 Meter Stromkabel

Wir sind für die komplette Elektrik im Augustinerzelt verantwortlich. Man braucht ja auch total viel Elektrik in so einem riesigen Zelt. Wir legen hier insgesamt ungefähr 15 000 Meter Kabel für den Strom. Acht Wochen sind wir für die Elektrik beschäftigt. Es gibt wirklich viel zu tun.

Manuela E. (18) und Markus H. (19), aus München

Er gräbt Löcher fürs WC

Ich grabe gerade die Löcher für die Stützen der WC-Anlage. Insgesamt brauchen wir 17 Stützen für die Trennwände. Nächste Woche kommen dann endlich die Toiletten. Zum Glück – bis jetzt hatten wir noch keine. Wir müssen sogar unsere Hände mit mitgebrachtem Mineralwasser waschen.

Beppo A. (49), aus Schwabing

Zeltaufbau mit dem Kran

Ich stelle hier mit meinem Kran Zusatzzelte fürs Winzerer Fähndl auf. Wir kommen besser als gedacht damit voran! Das ist mein erstes Jahr beim Aufbau, privat gehe ich aber seit sechs Jahren mit meiner Familie auf die Wiesn. Die Streiftour durch die Gassen ist für mich immer wieder das Highlight des Jahres.

Robert Meixner (26), aus Meitingen

Fassade steht in drei Tagen

Wir bauen hier grad die Fassadenwände fürs Löwenbräuzelt auf. Außerdem ersetzen wir die alten Stücke. Die einzelnen Teile müssen ineinandergesteckt werden – das Ganze muss man sich wie einen riesigen Baukasten vorstellen. Für die Fassade braucht man ungefähr drei Tage. Ich bin auch für den Abbau zuständig.

Imre K. (24), aus Ungarn

Sehr anstrengend

Die Arbeit von Herbert Huber ist anstrengend.

Wir stellen hier die Trennwände zwischen Schützenfestzelt und Schießstand auf. Das ist mein allererstes Mal beim Schützenfestzelt. Bis jetzt liegen wir voll im Zeitplan. Wäre aber besser, wenn’s kälter wär. So ist es schon verdammt anstrengend. Aber mei, wir können uns das Wetter ja nicht aussuchen!

Herbert Huber (46), aus Eglingen an der Paar

F. Fussek 

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