Mit 18:7 Stimmen durchgesetzt

Das ist der neue Wiesn-Stadtrat

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Georg Schlagbauer (2.v.r.) auf der Grünen Woche in Berlin.

München - Die Münchner CSU-Stadtratsfraktion hat Georg Schlagbauer zum neuen Wiesn-Stadtrat gewählt. Er setzte sich mit 18 zu 7 Stimmen gegen Stadtrat Mario Schmidbauer durch.

Die neuen Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat sorgen für weitere neue Personalien: Nach den Bürgermeisterwahlen ging es gestern um die erste Vergabe von 80 Koreferenten- und Verwaltungsbeiräte-Posten. Dabei steht der CSU als stärkster Fraktion die Vergabe des ersten Postens zu.

Gestern beschloss die Fraktion, dass sie als erstes den so genannten Wiesnstadtrat ziehen wird. Zum Zuge kam Stadtrat und Metzgermeister Georg Schlagbauer, der sich in einer Kampfabstimmung gegen Mario Schmidbauer mit 18:7 durchsetzte.

Damit löst die CSU die SPD in einer ihrer ureigensten Domänen ab: Zwölf Jahre lang hatte Helmut Schmid von der SPD den Job als „Verwaltungsbeirat für das Tourismusamt“ inne, wie der Posten des Wiesn-Stadtrates offiziell heißt.

Vor Schmid war es Hermann Memmel, ebenfalls von der SPD. Künftig ist Schlagbauer auch für die Auer Dulten, das Frühlingsfest und den Christkindlmarkt zuständig. Und als Wiesn-Stadtrat darf er beim Einzug der Wiesnwirte mit den Bürgermeistern in einer Kutsche sitzen.

Er muss als Wiesnstadtrat aber auch die Umsetzung neuer Richtlinien überwachen. Die tz testete gestern gleich einmal den neuen Wiesn-Stadtrat und befragte ihn dazu, dass die Wiesnmaß heuer die Zehn-Euro-Schallmauer durchbricht, Schlagbauer: „Natürlich hätte ich mir auch gewünscht, dass die 10-Euro-Hürde nicht fällt. Aber ich gehe davon aus, dass die Wirte auch weiterhin den Preis mit Bedacht festsetzen. Die 10-Euro-Marke war da eine gewisse Schutzmauer. Aber es war jedem klar, dass die irgendwann fällt.“

Als nächstes darf die SPD „ziehen“. Es wird erwartet, dass sie den Posten des Planungskoreferenten will, das ginge auf Kosten von Amtsinhaber Walter Zцller (CSU).

J. Welte

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