Bierpreis-Deckelung und Ausgleittag

Das ist Weishäupls Traum von der Wiesn

+
Jetzt hat sie Zeit zum Resümieren: Gabriele Weishäupl auf der Wiesn

München - Die langjährige Wiesn-Chefin Gabriele Weihäupl ist erstmals wieder als Gast auf dem Oktoberfest. In der tz schildert sie ihren Traum von der Wiesn - und hat viele Ideen.

Das erste Jahr als Gast auf dem Oktoberfest: Die tz war mit Gabriele Weishäupl, die 27 Jahre lang Wiesn-Chefin war, auf der Theresienwiese unterwegs und hat sie nach ihren Wunschträumen befragt. Was sie im Rückblick gerne durchgesetzt hätte, was sie am Fest verbessern würde und was sie sich wünscht:

So feierten die Wiesn-Promis am Dienstag

So feierten die Wiesn-Promis am Dienstag

Bierpreis-Deckelung: „Bis in die 70er-Jahre hatte die Stadt Mitspracherecht beim Bierpreis – schade, dass das nicht mehr so ist. Auf anderen Volksfesten wie in Rosenheim gibt es eine Obergrenze für den Bierpreis – vorbildlich.“

Umsatzpacht: „Gerecht wäre eine Standplatz-Miete abhängig vom Umsatz für große und kleine Wirte. Die Wirte brauchen nicht erzählen, sie könnten ihren Umsatz nicht genau angeben – beim Finanzamt müssen sie das ja auch.“

Nachmittags verstärkerfreie Blasmusik: „Gerade für ältere Wiesn-Besucher wäre es angenehm, wenn es in den Bierzelten bis 18 Uhr nur Blasmusik ohne Verstärker gäbe, so dass man sich unterhalten kann.“

Gebühr für Radio- und Fernsehübertragung: „Die Wirte und Brauereien, die Radio- und Fernsehstationen in ihren Zelten für Live-Übertragungen beherbergen, sollten eine Werbepauschale an die Stadt zahlen. Bislang gibt die Stadt die Genehmigung – und die Wirte bekommen durch die Übertragung kostenlose Werbung.“

Zelte wieder später auf: „In meiner Amtszeit wurde die Öffnungs­zeit am Wochenende von 10 auf 9 Uhr vorverlegt – um den Andrang zu entzerren. Nun aber kommen die Besucher jetzt noch früher und glühen dort mit Alkohol vor. Diese Regelung sollte rückgängig gemacht werden.“

Markisen im Biergarten: „Wenn es an den Zelten einen ausfahrbaren Sonnen- und Regenschutz gäbe, hätten Wirte und Besucher etwas davon.“

Großes Medienzentrum: „Es gab Pläne für eine öffentliche Anlaufstelle, in der Journalisten aus aller Welt Zugang haben – leider sind sie nie realisiert worden.“

Fester Ausgleittag: „Ich würde mir einen entspannten Montag wünschen, der angehängt wird – da kommen dann weniger Besucher und darunter viele Münchner. Und man könnte die Wiesn entspannt ausklingen lassen …“

Kein Verzehrzwang bzw. -obergrenze: „Ich finde es nicht verständlich, dass Besucher, die in Zelten reservieren, gleich noch Hendl- und Biermarken dazukaufen müssen.“

Politik- und kommerzfreie Zone: „Ich wünsche mir, dass das Oktoberfest weiterhin mit behutsamen Händen geleitet wird, damit die Wiesn nicht für Kommerz oder Politik genutzt wird.“

Mehr Platz für die Oide Wiesn: „Ich würde mich freuen, wenn die beliebte Oide Wiesn in Zukunft noch mehr Platz bekommen würde.“

N. Bautz

Auch interessant:

Lesen Sie auch:

Able darf nun doch in den Klub der Wiesnwirte

Able darf nun doch in den Klub der Wiesnwirte

Able darf nun doch in den Klub der Wiesnwirte
CSU im Stadtrat beantragt: U4 zur Wiesn auch bis Laimer Platz

CSU im Stadtrat beantragt: U4 zur Wiesn auch bis Laimer Platz

CSU im Stadtrat beantragt: U4 zur Wiesn auch bis Laimer Platz

Oktoberfest-Plakat: Das Publikum darf mitbestimmen

Oktoberfest-Plakat: Das Publikum darf mitbestimmen
Oktoberfest-Plakat-Wettbewerb: Jetzt mitmachen

Oktoberfest-Plakat-Wettbewerb: Jetzt mitmachen

Oktoberfest-Plakat-Wettbewerb: Jetzt mitmachen

Kommentare