Feuerwehr-Großeinsatz im Augustinerzelt

Am Montag Mittag gegen 12.45 Uhr hat das schöne Wiesn-Wetter einen Großeinsatz der Feuerwehr im Augustiner-Zelt ausgelöst. Alle dachten, dass es auf der Galerie brennt... .

Ein Security-Mann sah es gegen 12.45 Uhr als Erster: Seltsame Rauchschwaden waberten plötzlich über den Köpfen der Gäste in einem breiten Sonnenstrahl, der auf die Galerie über dem Haupteingang des Augustiner-Festzeltes fiel. Das war kein Zigarettenrauch. Feuer? Feuer! Und so kam es, dass ein paar unschuldige Hendl am Montagmittag auf der Wiesn einen ziemlich spektakulären Großeinsatz der Münchner Feuerwehren auslösten.

Schrilles Sirenengeheul aus allen Richtungen riss nur zwei Minuten später Tausende von Münchnern und Touristen aus der sonnigen Mittags-Wiesn-Stimmung rings um die Theresienwiese. Nicht nur auf der Wiesn-Wache sondern auch in den Feuerwachen in der Heimeranstraße und Hauptfeuerwache nahe des Sendlinger Tors flohen die Tore auf. Gut 30 Blaulichtfahrzeuge – drei komplette Züge sowie diverse Sonderfahrzeuge wie die gigantische rollende Einsatzzentrale KELF – nahmen Kurs auf die Wiesn.

Polizisten stoppten den Verkehr. Dann bog die rote Armada mit Karacho über den Haupteingang in die Wirtsbudenstraße ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Zelt-Security bereits die mit etwa 100 Gästen besetzte Galerie und die 20 Tische darunter geräumt. Die Rauchschwaden hatten sich verdichtet. Als erste Maßnahme schoss die Feuerwehr vorsichtshalber einen kräftigen Wasserstrahl auf die zur Zierde aufgehängten Hopfendolden. Doch es rauchte weiter. Dann wurde der Boden der Empore untersucht.

Bilder des Einsatzes

Feuerwehr-Großeinsatz im Augustiner-Festzelt

Massives Holz. Keine Spalten, kein Fehlboden. Ein sehr angenehmer, keineswegs bedrohlich riechender Hendlduft brachte die Experten schließlich auf die richtige Spur. Karl Pieterek, Sprecher der Berufsfeuerwehr: „Es war der Hendlgrill, der außen an der Zeltwand steht.“ Der Zufall wollte es, dass der Wind gestern genau auf die Außenwand stand und die Abluft aus dem Grill durch die Lüftungsspalten ins Zelt und auf die Galerie drückte.

Die ebenfalls durch die Lüftungsschlitzende scheinende Sonne setzte die Hendlschwaden dramatisch in Szene – fertig war der Großeinsatz. Eine Stunde blieb das Zelt gesperrt. Auch KVR-Chef Wilfried Blume-Beyerle machte sich vor Ort ein Bild. Trotz des harmlosen Anlasses war der große Einsatz dennoch gerechtfertigt. Pieterek: „In diesen Fällen überlassen wir garantiert nichts dem Zufall. Jeder Brand fängt mal genauso klein an. Die Security und der Wirt haben richtig und vorbildlich gehandelt.“

Dorita Plange

Rubriklistenbild: © Haag

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