Falschgeld auf der Wiesn - Rumäne verletzt sich in der Haft

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Auf der Wiesn kursiert wieder Falschgeld.

München - Wie jedes Jahr kursiert auch heuer auf dem Münchner Oktoberfest wieder jede Menge Falschgeld - vor allem die Händler, Schausteller und Bedienungen sind davon betroffen.

Am Sonntag legte zum Beispiel ein 33-jähriger Italiener bei einem Mandelverkaufsstand auf dem Oktoberfest eine falsche 20 Euro Note zur Bezahlung vor. Der aufmerksame Standbesitzer erkannte jedoch die Fälschung und stellte den Italiener zur Rede. Dieser flüchtete, konnte aber wenig später von der Festwiesnwache dingfest gemacht werden. Er hatte weitere 18 falsche 20 Euro Noten bei sich. Bei der Durchsuchung seines Hotelzimmers fand die Polizei 967 falsche Zwanziger. Die Staatsanwaltschaft München I beantragte Haftbefehl.

Ebenfalls am Sonntag hielt sich eine größere Gruppe Australier, verteilt auf mehrere Tische, im Löwenbräuzelt auf. Zwei 25-Jährige und ein 23-Jähriger aus der Gruppe bezahlten bei der Bedienung jeweils mit einem falschen 50 Euro Schein. Die drei Australier wurden vom Ordnungsdienst festgehalten und anschließend der Festwiesnwache übergeben. Alle drei waren stark betrunken, weshalb sie die Nacht in der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München verbringen mussten. Weiteres Falschgeld wurde weder bei ihnen noch im Hotel gefunden, so dass sie am darauffolgenden Tag wieder auf freien Fuß gesetzt wurden.

Ortswechsel:

Auch ein Falschgeld-Fall in Rottenburg an der Laaber steht wohl im Zusammenhang mit dem Falschgeld auf der Wiesn. Bereits am Donnerstag, 24. September, wollte ein 22-jähriger Rumäne in einem Drogeriemarkt eine Flasche Apfelschorle und eine Dose Prosecco im Gesamtwert von 3 Euro kaufen. Bei der Überprüfung des vorgelegten 50 Euro-Scheines fiel die Fälschung auf. Der Rumäne flüchtete, die Verkäuferin konnte jedoch beobachten, wie er in einem dunklen Renault mit schwedischer Zulassung wegfuhr. Sie alarmierte die Polizei.

Beamte aus Rottenburg stoppten den Renault kurze Zeit später in Neufahrn. Im Fahrzeug waren neben dem 22-Jährigen ein 41-jähriger und 26-jähriger Rumäne. Bei der Durchsuchung wurde bei dem 41-jährigen Rumänen ein Kuvert mit weiteren 54 falschen 50 Euro Noten aufgefunden. Alle drei wurden in Landshut inhaftiert.

Am Freitagmorgen stellten die Beamten fest, dass sich der Rumäne einen rund 10 Zentimeter langen Stahldraht etwa 0,5 Zentimeter in die Stirn gerammt hat. Diesen hatte er von einem Metallabfallkorb außerhalb der Zelle abgebrochen - Lebensgefahr bestand nicht. Der Mann wurde in die JVA Stadelheim verlegt.

In allen drei Fällen ermitteln die Falschgeldexperten des Bayerischen Landeskriminalamtes. Die in Rottenburg sichergestellten falschen 50 Euro Scheine und die durch von dem Australier auf dem Oktoberfest verbreiteten Fünfziger sind nach ersten Ermittlungen der gleichen Fälschung zuzuordnen. Die Fälschung stammt aus England und taucht immer wieder bei Großveranstaltungen auf.

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