Dabeistehen ist alles

So erleben die First Ladys den Wiesn-Anstich

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Edith von Welser-Ude (l.) und Karin Seehofer mit ihrer ersten Mass

München - Den Fassbier-Anstich mit OB Christian Ude und dem Ministerpräsidenten Horst Seehofer haben alle gesehen. Wir verraten, wie die First Ladys den Wiesn-Moment erlebt haben.

Edith von Welser-Ude: Mann im Blick

Als ihr Mann lässig routiniert mit zwei Schlägen den Zapfhahn versenkt, ist Edith von Welser-Ude (73) fast ein wenig enttäuscht. „Ich wünsche mir schon lange, dass er mal falsch draufhaut und es ein Riesen-Fußbad gibt“, sagt sie lachend zur tz. Zum 19. Mal steht sie in der Anzapfbox dabei – und ist entspannter denn je.

Um gemütlich in den Tag zu starten, ist sie um 6 Uhr aufgestanden. „Ich habe noch die Katzen gefüttert, Zeitung ­gelesen und wie immer bei schlechtem Wetter eine chinesische Hühnersuppe gegessen.“ Die Kleiderwahl fiel vor Tagen: schwarzes Mieder, schwarzer Rock, pinke Schürze, pinkes Tuch – ­traditionell, aber modisch-schick.

Routine hin oder her – ihren Gatten hat die ehemalige Stadträtin stets im Blick. Beim Interview achtet sie genau darauf, was er antwortet. Obwohl sie direkt neben ihm steht, blickt sie bei den Schlägen auf den Fernsehmonitor an der Wand. Nach dem Anzapfen nutzt sie die erste Gelegenheit, um bei ihrem Mann einen Knopf am Hemdkragen zuzumachen. „Das hättest du mir auch vorher sagen können, dass der offen ist!“, murmelt Ude. Sie lächelt und winkt gelassen ab.

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Karin Seehofer: In dritter Reihe

Im Getümmel der Anzapfbox geht die First Lady Bayerns fast unter. Karin Seehofer (54) steht in der dritten Reihe – nicht bei ihrem Mann Horst, sondern bei der Wirte-Gattin Johanna Schottenhamel. Das Dirndl von Loden-frey ist unauffällig: blass-orange mit grüner Schürze, ohne Schnickschnack. „Glitzer und so ist nicht mein Ding“, sagt sie. Sie trägt die Haare offen und ist ganz dezent geschminkt. „Ich bin da sehr unkompliziert.“ Bei ihrem Ehemann sei das ähnlich: „Was ich ihm hinhänge, das zieht er an.“

Sie ist bescheiden und hält sich zurück. Getreu dem Motto ihres Mannes: Wiesn ist politikfreie Zone! „Ich bin ja bloß Zuschauer“, sagt sie. Frau Welser-Ude sei ihr „sehr sympathisch“. Sie weiß, dass die Bühne heute dem Oberbürgermeister-Paar gehört. Sie wirkt aber nicht, als sei ihr das unrecht. Sie und ihr Mann, der Ministerpräsident, laufen heute wahrlich nicht Gefahr, sich in den Vordergrund zu spielen. Nach dem Anzapfen gibt’s das obligatorische Hendl und ein paar Schluck aus dem Masskrug, gleich mehrmals stoßen die beiden First Ladys an. Dann geht’s auch schon wieder nach Hause.

Nina Bautz

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