Dieter Reiter will das neue Gesicht der Wiesn werden

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Wird er der neue Wiesn-Chef? Dieter Reiter mit der Noch-Chefin des Münchner Tourismusamtes, Gabriele Weishäupl.

München - Der Nachfolger von Gabriele Weishäupl im Münchner Tourismusamt wird wohl nicht mehr für das Oktoberfest zuständig sein. Dafür bietet sich jetzt einer an, der Ambitionen auf den OB-Posten hat.

Noch hat die Wiesn 2011 nicht begonnen, doch eine Frage bewegt die Oktoberfest-Gemeinde schon jetzt: Wer wird der neue Wiesn-Chef oder die neue Wiesn-Chefin? Denn Gabriele Weishäupl, die heuer zum 26. Mal das größte Volksfest der Welt leitet, hört im April 2012 als Tourismusamtschefin auf. Ein Nachfolger muss also her – oder?

Schon seit einiger Zeit wird spekuliert, dass Weishäupls Nachfolger im Tourismusamt möglicherweise gar nicht mehr Wiesn-Chef sein wird. Denn Wirtschaftsreferent Dieter Reiter (SPD), dem das Tourismusamt untersteht, will 2014 Oberbürgermeister werden. Dafür muss er in den Medien präsent sein, um bekannt zu werden – und das geht natürlich besonders gut als „Mister Wiesn“.

Bislang hat sich Reiter noch nicht klar zu seinen Absichten geäußert. Und auch beim gestrigen Wiesn-Rundgang betonte er, es würden noch Gespräche geführt, wie das Amt von Weishäupls Nachfolger zugeschnitten sein werde. „Gabriele Weishäupl ist das Gesicht der Wiesn und wird es auch bleiben“, sagte Reiter, schob dann aber nach: „Schon deshalb muss man überlegen, ob man überhaupt einen Nachfolger finden kann.“ Das klingt nicht so, als würde es neben seinem in Zukunft noch ein weiteres Gesicht für die Wiesn geben.

Der traditionelle Wiesn-Rundgang

Der traditionelle Wiesn-Rundgang

Es könne durchaus eine Lösung geben, bei der jemand aus der Verwaltung im Hintergrund die organisatorische Arbeit übernehme, sagte Reiter. „Und dann gibt es ja auch noch einen Referenten, der auch über die Wiesn führen könnte.“ Dann würde künftig nur noch er im Mittelpunkt des Interesses während des Oktoberfests stehen.

Weishäupl selbst wollte noch nicht über ihren Abschied sprechen. Und Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) wurde gestern von der Frage nach einem Nachfolger für die Tourismusamtschefin überrascht. Ihm war gar nicht bewusst, dass das Oktoberfest 2011 Weishäupls letzte Wiesn sein wird. „Mit einem Personalwechsel muss man auf jeder Position rechnen“, sagte Ude. „Gabi Weishäupl hat das Fest geprägt“, lobte der OB. Sie sei eine leidenschaftliche Wiesn-Gängerin. „Da muss ein Nachfolger erst einmal hineinwachsen.“

Eine Aufgabe, die sich Reiter wohl durchaus zutraut. Heuer ist bereits seine dritte Wiesn als Wirtschaftsreferent, am Samstag wird er im Schottenhamel-Zelt wieder gemeinsam mit Weishäupl, Ude und Ministerpräsident Horst Seehofer in der Anzapf-Boxe stehen. Nur den Schlegel darf er bislang noch nicht selbst schwingen. Das soll sich 2014 ändern, wenn ihn die Münchner Sozialdemokraten nominieren und die Wähler für ihn stimmen. Dass das Amt des Wiesn-Chefs dabei durchaus helfen könnte, ist Reiter wohl bewusst. Bei der Begrüßung zum Wiesn-Rundgang stellte er erfreut fest: „Es ist immer wieder erfrischend, wenn man sieht, wie viel Medienpräsenz man mit der Wiesn ergattert.“

Philipp Vetter

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