Ein Trinkgruß mit Folgen

Prost! Ude bricht den Nichtangriffspakt

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OB Ude (r.) und Ministerpräsident Seehofer beim Wiesn-Anstich

München - Kaum hat Ministerpräsident Horst Seehofer dem Münchner OB Christian Ude die Empore überlassen, schon prostet er dem Publikum zu - ein Bruch des Nichtangriffspakts!

Es war nicht seine Bühne. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) wusste, dass ihm beim Anstich nur die Rolle des Statisten blieb. Dem zwar die erste Mass gereicht wird – das aber ausgerechnet von seinem Herausforderer OB Christian Ude (SPD). So sieht es das Protokoll nun mal vor. Exakt ein Jahr vor der Landtagswahl wollten beide eigentlich kein großes Bohei um den gemeinsamen Auftritt beim Anstich machen. Wäre Ude nur nicht dieser kleine Patzer unterlaufen …

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Seehofer und seine Frau Karin jedenfalls hielten sich an den Nichtangriffspakt. „Wahlkampf gehört nicht aufs Volksfest. Und auch sonst werden wir uns sachlich auseinandersetzen“, sagte der CSU-Chef der tz. Etwa 45 Minuten nach dem Anstich – da hatte er bereits alle Interviews gegeben, ein Hendl verdrückt und den Pflicht-Plausch mit den Udes gehalten – überließ Seehofer dem Bürger-King die Empore. Und es dauerte keine fünf Minuten, bis Ude aufstand und der Menge zuprostete. Autsch!

CSU-OB-Kandidat Josef Schmid hatte die Szene mitbekommen und geätzt: „Da hat Ude ein Tabu gebrochen, das gehört nicht hierher.“ Ude selbst konnte die Aufregung nicht verstehen. „Die Leute da unten haben meinen Namen gerufen. Als Gastgeber wird mir das erlaubt sein“, wiegelte er ab. Von einem Zuprost-Wettbewerb, wie ihn sich Stoiber immer geliefert habe, sei er weit entfernt. „Das war ja immer ein Kasperltheater.“

S. Arbinger

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