Bio-Oktoberfest: Ökologische Aspekte der Wiesn

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Bio wird auch auf der Wiesn groß geschrieben.

Es geht auch ökologisch (zu) auf der Wiesn: Dass sich das mit ausgelassener Volksfeststimmung bestens verträgt, beweist das Münchner Oktoberfest seit vielen Jahren.

Bio-Qualität und Volksfestspezialitäten – das ist keineswegs unvereinbar! Besonders in den kleineren Betrieben stehen zunehmend auch ökologisch zertifizierte Lebensmittel auf der Speisekarte. Auch wenn die traditionellen Hendl noch immer zu Tausenden über die Ladentheken wandern; der Trend zu Bio-Spezialitäten ist längst nicht mehr von der Hand zu weisen. Die Wurst- und Fleischspezialitäten beispielsweise, die bei den Schichtl-Betrieben auf der Speisenkarte stehen, stammen allesamt von heimischen Tieren. Auch Heckls Rollende Metzgerei, das "Schlemmerhaus" oder die Waffelbäckerei Kiebl bieten eine breite Auswahl an wohlschmeckender Öko-Qualität. Beim Ammer kommt gleich eine ganze Palette an Bio-Schmankerln auf den Tisch: Angefangen bei der Bauernente reicht die Auswahl hier bis hin zu Bio-Bratwürstln und einem Bio-"Kasbrettl". Selbst nach Bio-Kaffee, nach Bio-Mandeln und Bio-Süßwaren (an den Süßwarenstandln von Karl Novacovic, Wolfgang Rosner, Kurt Geier) muss man dieser Tage auf der Wiesn nicht mehr vergebens suchen.

Seit 2000 werden alle öffentlichen Bereiche der Wiesn, die Wiesn-Straßen und die öffentlichen Toiletten mit Öko-Strom versorgt. Auch mehr als die Hälfte aller Schausteller und Wirte haben sich für die umweltbewusste Stromversorgung entschieden. Fahrgeschäfte wie das Riesenrad, Olympia Looping, High Energy, Skater, Top Spin, Break Dance, Free Fall oder die Wilde Maus werden mit Ökostrom versorgt - genau wie die Festhallen Bräurosl, Hacker-Festhalle, Ochsenbraterei, Winzerer Fähndl und Löwenbräu. Mit dem Bezug von M-Natur erhalten die Wiesn-Anbieter Strom, der ausschließlich in SWM-eigenen Wasserkraftwerken erzeugt wird. Dafür zahlen sie nur 1,53 Cent (netto) pro Kilowattstunde Aufpreis. Zertifiziert wird der SWM Öko-Strom M-Natur durch den TÜV-SÜD. Als europaweit anerkannter Energiezertifizierer stellt er mit jährlichen Prüfungen sicher, dass der Ökostrom tatsächlich zeitgleich aus den SWM Wasserkraftwerken stammt und die Einnahmen durch M-Natur ausschließlich für den Bau von Neuanlagen zur regenerativen Stromerzeugung genutzt werden.
Die Jubiläumsfeier 200 Jahre Oktoberfest auf dem Südteil der Theresienwiese wird komplett mit Ökostrom versorgt.

Wasser gespart wird auf der Wiesn seit 1998 mit Hilfe eines Recycling-Projektes: In fünf Zelten (Hofbräu, Winzerer Fähndl, Hacker, Bräurosl und Löwenbräu) und in der Hühnerbraterei „Zum Stiftl“ wird das Nachspülwasser der Bierkrugspülmaschinen für die Zelttoiletten verwendet und nicht in den Abwasserkanal geleitet. So konnte im vergangenen Jahr eine Einsparung von 6400 Kubikmeter bewirkt werden. Die Firma IMET entwickelte das Wasser-Recycling- Projekt, das von der Firma Hackl in die Praxis umgesetzt wurde.

Die Abfallreduzierung beruht vor allen Dingen auf einem Konzept der Abfallvermeidung. Deshalb sind Getränkedosen und Einweggeschirr verboten. Limonadengetränke gibt es nur in Mehrwegflaschen gegen ein Mindestpfand von einem Euro. Bei der Anlieferung von Lebensmitteln und Bierkrügen werden nur wiederverwertbare Behältnisse benützt. Der trotz allem anfallende Müll wird vor Ort getrennt und gesammelt. Für den nicht recyclebaren Abfall stehen extra elf Container bereit, die von einem eigenen Ordnungsdienst betreut werden.

Im Jahr 2004 bewarben sich die Wiesn-Wirte bereits zum dritten Mal um das Umweltsiegel des Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen. Alle 14 Festzeltbetriebe bekamen daraufhin das Bayerische Umweltsiegel verliehen, neun von ihnen das Bayerische Gütesiegel für umweltbewusste Gaststätten in Gold.

Darüber hinaus erhielt die Landeshauptstadt München bereits 1997 einen Bundesprojektpreis für das "Umweltkonzept für Großveranstaltungen – Beispiel Oktoberfest".

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