Wiesn-Chef zieht Bilanz

Reiter kritisiert Schankmoral in zweiter Woche

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Nicht immer gut eigschenkt: die Wiesn-Mass

München - Im Rahmen der Bilanz hat Dieter Reiter am Sonntag die Schankmoral in der zweiten Woche kritisiert. Ansonsten zog der Wiesn-Chef ein positives Fazit.

Schee war’s. „Die Wiesn 2013 war eine ungeheuer entspannte Wiesn mit weniger Verletzten“, sagte Wiesn-Chef Dieter Reiter (SPD) am Sonntag. Großen Anteil an der neuen Gemütlichkeit hatte die Oide Wiesn, die so viele Besucher wie nie anzog – und damit auch die Lage auf der normalen Wiesn entspannte. Die Bilanz:

Besucher: Zur erstmals vergrößeren Oidn Wiesn kamen 540 000 zahlende Gäste – 2011 waren es bei zwei Tagen mehr 535 000 Besucher. 6,4 Millionen Gäste besuchten das normale Gelände – so viel wie 2012. Laut Souvenirverkäufern kamen weniger Touristen, vor allem aus den wirtschaftlich angeschlagenen Ländern Italien und Spanien.

Essen und Getränke: Die Besucher tranken wie 2012 6,7 Millionen Mass, verputzten 114 Ochsen (2012: 116).

Schankmoral: Im Vorfeld hatte KVR-Chef Wilfried Blume-Beyerle mit Konsequenzen gedroht, wenn die Schankmoral nicht besser würde. Wiesn-Chef Reiter: „Insgesamt ist sie ein bisserl besser geworden, aber in der zweiten Woche wurde es schon wieder schlechter. Man darf Wirte nie zu früh loben.“

Krugklau: 81 000 Masskrüge nahmen die Ordner ab – weit weniger als in den Vorjahren (2012: 110 000, 2011: 226 000).

Schausteller: Wegen der kalten Abende und der zuletzt verregneten Tage beklagen die Schausteller 20 Prozent weniger Gäste als 2012.

MVG: Insgesamt gab’s 3,8 Millionen Wiesn-Fahrgäste, der U-Bahnhof Theresienwiese musste 130 mal wegen Andrangs gesperrt werden.

BRK: Mit 7500 Menschen kamen 20 Prozent weniger Verletzte zum Roten Kreuz, 2012 waren’s 9 596. 914 Patienten musten ins Krankenhaus (2012: 1 166). Auch die Alkoholvergiftungen haben abgenommen: Heuer waren’s 638, vergangenes Jahr noch 708. Immer häufiger gab’s Mischvergiftungen mit anderen Rauschmitteln.

Fundstücke: 4200 Fundstücke landeten im Fundbüro. Skurril: Auch ein Segway, zwei Eheringe, ein Hörgerät und ein Teilgebiss wurden abgegeben.

tz

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