Wiesn-Masskrug-Schläger kommt frei

München - Auf der Wiesn 2010 hatte ein 31-Jähriger einen anderen Besucher unvermittelt mit seinem Masskrug angegriffen. Am Dienstag fällte das Schwurgericht ein Urteil: Er kommt frei.

Bei Masskrug-Schlägern kennt die Münchner Staatsanwaltschaft kein Erbarmen. Wer damit auf den Kopf seines Opfers haut, wird wegen eines versuchten Tötungsdelikts angeklagt. So ging dies auch dem 31-jährigen Florian D. aus Köln, der auf der Wiesn am 25. September 2010 mit einem zerbrochenen Krug zugeschlagen hatte. Seit 13. Februar schleppt sich der Prozess wegen versuchten Mordes hin. Am Dienstag fällte das Schwurgericht ein sehr maßvolles Urteil: zwei Jahre mit Bewährung wegen gefährlicher Köperverletzung!

Familienangehörige und Freunde des angehenden Pharma-Wissenschaftler brachen im Gerichtssaal in Tränen aus – vor Freude. Bis zu seiner überraschenden Verhaftung am 20. Mai 2011 saß Florian D. an seiner Doktorarbeit. Jetzt ist er wieder ein freier Mann.

Vor Gericht hatte er gestanden, dass er im Augustiner-Zelt im Übermut für Zoff gesorgt hatte. Beim Tanzen auf den Bänken hatte er mehrfach Frauen am Nachbartisch angerempelt und schräg angeredet.

Dann verschüttete er Bier auf die Lebensgefährtin von Dr. Stefan K., der ihn zur Rede stellte. Zwischen den Männern kam es zur Rangelei, beide fielen zu Boden, wobei der Krug von Florian D. zerbrach. Damit schlug der auf dem Rücken liegende Angeklagte zu und verletzte sein Opfer schwer. Dem Automobil-Experten, dessen Narben noch sichtbar sind, hat er 18 000 Euro Schmerzensgeld bezahlt.

Ebu

Rubriklistenbild: © dapd

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