Zollkontrolle im Augustiner:

Schwarzarbeit bei Klofrauen

Am Donnerstag kontrollierte der Zoll im Augustinerzelt

München - Es war bereits die vierte Razzia innerhalb von drei Tagen seit Beginn der Wiesn. Diesmal hat der Zoll das Augustinerzelt ins Visier genommen. Und - schwarzarbeitende Toilettendamen entdeckt.

Am Donnerstagvormittag inspizierten rund 20 Kontrolleure das Zelt von Wiesnwirt Thomas Vollmer. Keine Probleme gab es bei den rund 350 Angestellten im Zelt, die unter anderem für die Bewirtung zuständig sind. Anders sah es bei den Toiletten aus. "In diesem Bereich haben wir Verstöße festgestellt", berichtet Zoll-Sprecher Thomas Meister. Dabei handelt es sich um Nichteinhaltung der Mindestlöhne und der Stundenzahlen, die gearbeitet werden. Aber Meister betont: "Mit den Toiletten hat der Wiesnwirt gar nichts zu tun. Das wird alles extern an eine Firma vergeben." Erhärtet sich der Anfangsverdacht gegen die Toilettendamen, wird ein Verfahren gegen sie eingeleitet.

Anders als im vergangenen Jahr hat der Zoll dieses Jahr ein besonderes Augenmerk auf die Zelte. "2011 haben wir einen Schwerpunkt auf die Schausteller gehabt", sagt Meister. Mehr als die letzten Jahre wird auch heuer nicht kontrolliert. "Es fällt nur vielleicht mehr auf, weil wir seit 2010 in Dienstkleidung auftreten." Vor zwei Jahren habe man auf "Erkennbarkeit" umgeschwenkt. Die Öffentlichkeit soll den Zoll bewusst wahrnehmen. "Bisher waren auch alle sehr kooperativ und wir haben durchweg positive Rückmeldungen", berichtet Meister.

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