Polizei

Wiesn-Attentat:LKA stellt Ermittler-Einheit zusammen

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LKA-Sprecher Ludwig Waldinger

München - Das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) hat damit begonnen, die neuen Ermittlungen zum Wiesn-Attentat vorzubereiten - diese könnten Jahre lang dauern.

Ludwig Waldinger, Sprecher des LKA, erklärte auf Anfrage, es werde eine gesonderte Gruppe zusammengestellt, die sich dann ausschließlich mit diesem Fall befassen wird – womöglich auch jahrelang. „Man wird das sicher nicht im normalen Polizeialltag nebenbei machen können“, sagt Waldinger. Zusätzliche Beamte würden wohl nicht gebraucht, aber die Leute müssten anderswo abgezogen werden. „Das können ja auch nicht irgendwelche Berufsanfänger sein.“

Wie groß die Ermittlergruppe letztlich sein wird, ist noch nicht klar. „Der Generalbundesanwalt muss erst einmal klar definieren, was unsere Aufgabe sein wird“, so der Sprecher. Das LKA war vorab nicht informiert worden.

Wie berichtet, hatte die Bundesanwaltschaft am Donnerstag mitgeteilt, dass die Ermittlungen zu dem Bombenanschlag auf das Münchner Oktoberfest 1980 wieder aufgerollt werden. Eine neue Zeugin ist aufgetaucht, die möglicherweise Hinweise auf Mittäter haben könnte. Bei dem Anschlag waren 13 Menschen getötet und 200 verletzt worden. Unter den Toten war auch der Attentäter, der 21-jährige Student Gundolf Köhler, Anhänger der rechtsextremen „Wehrsportgruppe Hoffmann“. Er wurde als Einzeltäter angesehen – an dieser Theorie gab es aber immer Zweifel. 1982 waren die Ermittlungen eingestellt worden.

Sven Rieber

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