25-Jähriger fast verblutet

Weißbierglas-Attacke: Opfer außer Lebensgefahr

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Der Tatort: Vor der Bräurosl auf der Wiesn geschah der Angriff, der einem 25-Jährigen aus dem Kreis Erding um ein Haar das Leben gekostet hätte.

München - Der 25-Jährige aus Finsing (Kreis Erding), der auf dem Oktoberfest von einem Weißbierglas an der Halsschlagader getroffen wurde, ist außer Lebensgefahr. Die Ermittlungen stehen noch am Anfang.

Der junge Mann aus Finsing war am späten Donnerstagabend auf dem Heimweg von der Wiesn, als es vor dem Bräurosl-Zelt zu einem heftigen Streit mit einem 34 Jahre alten Münchner kam. In dessen Verlauf schlug der Täter dem Finsinger um 22.45 Uhr ein Weißbierglas gegen den Oberkörper. Das Glas brach, eine Scherbe schlitzte die Halsschlagader des 25-Jährigen auf. Er ist in Finsing zu Hause und war Mitglied der Dachauer Feuerwehr.

Wenn nicht sofort Polizisten einer Einsatzgruppe mit Erster Hilfe begonnen hätten, wäre das Opfer verblutet. Wenige Minuten später waren ein Notarzt und ein Rettungsassistent des BRK vor Ort.

Zur Notoperation kam der junge Mann in die Chirurgische Klinik der Uni München an der Nußbaumstraße. Von dort kam am Wochenende Entwarnung: „Der Erdinger ist außer Lebensgefahr“, sagte Peter Beck, Sprecher der Wiesn-Wache, auf Anfrage des Erdinger Anzeigers. „Er wird das Unglück überleben, muss sich aber noch unbestimmte Zeit im Krankenhaus aufhalten.“ Übers Wochenende, so Beck weiter, sei er auch nicht vernehmungsfähig gewesen. Sein Lebensretter, ein Polizeibeamter, hat ihn bereits besucht.

Angreifer sitzt in Stadelheim

Der Angreifer sitzt in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim. „Er wird zu Wochenbeginn zu der Straftat befragt“, kündigte Beck an. Die Staatsanwaltschaft habe sich noch nicht entscheiden, wegen welchen Delikts sie ermittelt. Vermutlich läuft es auf schwere Köperverletzung heraus. Beck sagte, derzeit gebe es keine Hinweise, dass der Münchner dem Erdinger die lebensbedrohlichen Verletzungen mit Absicht zugefügt hat. Der Konflikt sei eskaliert.

Die Anteilnahme am Schicksal des jungen Mannes ist groß. Auf der Facebookseite des Erdinger/Dorfener Anzeigers wünschten übers Wochenende fast 10.000 Internet-Leser gute Besserung.

Hans Moritz

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