3000 Bauern fallen ins Schottenhamel ein

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Der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU, 2.v.l.), OB Christian Ude (SPD) und der Präsident des Bundesverbandes der Maschinenringe Leonhard Ost

München - Das Oktoberfest schlägt eine Brücke zwischen Stadt und Land, findet Münchens OB Christian Ude. Am ersten Wiesn-Montag auf jeden Fall: 3000 Bauern aus Deutschlands Norden kamen zum Bauerntag

Christian Ude scheint es recht gut zu gehen zwischen all den Landwirten, die am Montag im Schottenhamel-Zelt sitzen. „Ich fühle mich irgendwie als einer von Ihnen“, ruft Münchens Oberbürgermeister den 3000 Bauern entgegen, die bis aus dem schleswig-holsteinischen Dittmarschen angereist sind.

„Das Oktoberfest ist keine Vergnügungsstätte der Stadtbevölkerung allein, sondern schlägt eine Brücke zwischen Stadt und Land“, sagt Ude. Er hoffe, dass der Bauerntag Tradition werde, als Nachfolger des einstigen Maurertages, zu dem sich früher die Handwerker getroffen haben.

Dass es den Bauerntag gibt, liegt an Erwin Ballis, dem Geschäftsführer der Maschinenringe Deutschland, einem Zusammenschluss von Landwirten, die darüber Maschinen und Arbeitsleistungen austauschen. Ballis wollte bei den Mitgliedern eine positive Wirkung erzielen. Seit vergangenem Jahr treffen sich die Bauern im Schottenhamel. „Weil die Idee ist hier entstanden“, sagt Ballis.

Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) freut sich darüber. Die Bauern, sagt er jedoch, bräuchten nicht nur Wertschätzung, sondern auch Wertschöpfung. Nur für faire Preise könnten sie die hohe Qualität erhalten. Um sich eine Mass Bier auf der Wiesn zu kaufen, müsse ein Bauer 50 Kilo Weizen oder 25 Liter Milch verkaufen.

bl

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