Wiesnzeit ist einfach Herpeszeit.

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Auf Masskrügen überlebt der Herpes-Virus kaum.

Gezupfte Augenbrauen. Niedliche Grübchenwangen. Eine Nase wie Cleopatra. Doch an den vollen roten Lippen – Herpesbläschen! Wiesnzeit ist einfach Herpeszeit.

Mit der Busserlbereitschaft der Wiesn-Besucher steigt auch die Zahl der Virus-Erstinfektionen so Herpesexperte Professor Gerd Gross von der Universität Rostock: „Bei Direktkontakt mit einem Erkrankten ist die Ansteckungsgefahr extrem hoch“.

Also aufpassen, wenn der potentielle Knutschpartner Herpesbläßchen auf der Lippe hat!

Übrigens durchlebt jeder Infizierte eine Herpesinfektion anders: Während manche Leute einmal fiese Bläschen um den Mund bekommen und dann aber für immer immun sind, kriegen’s die anderen wieder und wieder.

Aber auch sonst erfüllt das Oktoberfest genau die Faktoren, die das Virus ausbrechen und die Haut Blasen werfen lässt. „Herpes wird verursacht durch Sonnenlicht, Schlafmangel und Stress“, sagt Gross.

Entspricht also genau den Verhältnissen, die auf der Wiesn herrschen: In der Sonne sitzen, trotzdem früh aufstehen und dann ins Getümmel im Zelt.

Und wer denkt, die Masskrüge werden ja eh schlecht gespült und da müsste man sich doch alles holen, wird allein durch diese Gedanken nochmal anfälliger. Professor Gross erklärt das so: „Dass wirklich Viren auf schlecht gespülten Masskrügen überleben und einen noch infizieren, ist selten. Viel wahrscheinlicher ist, dass sich die Leute genau davor ekeln.“
Mit Ängsten und Schütteln führen sie den Krug zum Mund. Und grad dann werden sie anfällig. Und der Herpes blüht.

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