Wiesn-Sperre: So wird das Viertel abgeriegelt

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Ein Blick auf den Stadtplan zeigt: Fast das gesamte Westend und Teile der Nachbarviertel werden zum Sperrbezirk ---- GRAFIK VERGRÖSSERN ----

München - München zählt die Tage zur Jubiläums-Wiesn. Doch die allgemeine Terror-Gefahr zwingt die Stadt zu einem umfangreichen Plan, der große Teile der Innenstadt zum Sperrgebiet macht. Alles, was Sie dazu wissen müssen.

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Jetzt ist es konkret: Um das Jubiläums-Oktoberfest vor möglichen Terroranschlägen zu schützen, wird heuer ein dreiteiliger Sperring rund um die Theresienwiese gezogen. Dabei werden fast das gesamte Westend, große Teile des Schlachthofviertels und der Isarvorstadt zur Sperrzone erklärt, die nur noch Anwohnern, Lieferanten sowie Rettungsdiensten vorbehalten ist. Wir erklären den Sperr-Plan:

Zwischen Trappentreustraße, Landsberger Straße und Bayerstraße sowie Paul-Heyse-, Herzog-Heinrich-Straße sowie Lindwurmstraße und Ridlerstraße wird ein äußerer Ring von Vorsperren eingerichtet, in den nur Anwohner und deren Besucher sowie Lieferverkehr und Kunden einfahren und parken dürfen. Gleiches gilt für das Neubaugebiet auf der Alten Messe. Die Hans-Fischer-Straße kann zwischen Pocci- und Radlkoferstraße befahren werden.

Der Bavariaring und die Theresienhöhe werden als mittlerer Sperrring für den Kfz-Verkehr gesperrt, außerdem gilt dort ein Park- und Halteverbot. Zehn zum Bavariaring bzw. zur Theresienhöhe führende Straßen werden durch Schranken zu Sackstaßen umfunktioniert. Hier ist keine Durchfahrt möglich, Einbahnstraßen werden in diesem Bereich aufgehoben. An acht Stellen können nur Anwohner ohne Alternativzufahrt und mit Privatparkplatz sowie Wiesn-Lieferanten mit Sonderausweis in den mittleren Sperring einfahren. Den muss man beim KVR beantragen. Besucher bekommen keine Einfahrterlaubnis.

Ob Paketdienste, Baustellen- oder Handwerkerfahrzeuge in den mittleren Sperring eingelassen werden, entscheidet die Polizei an den Durchlassstellen. Dort wird dann möglicherweise kontrolliert, sodass es zu Wartezeiten kommen kann. In den Parkzonen in den Sperringen wird laut KVR besonders scharf kontrolliert.

Wohnmobile dürfen weder in den äußeren, geschweige denn in den mittleren und inneren Sperring hinein fahren. Die Taxistandplätze werden alle an den Kaiser-Ludwig-Platz verlegt.

Johannes Welte

Bilder aus 200 Jahren Wiesn-Geschichte

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