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Oktoberfest 2014: Wie komme ich am besten zur Wiesn?

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Lieber mit dem Taxi oder dem MVV? Wege auf die Wiesn gibt es viele.

München - Zum Oktoberfest strömen täglich mehrere Hunderttausend Besucher. Aber wie kommt man am besten zur Wiesn - und wieder nach Hause? Die wichtigsten Infos gibt es hier.

Wie komme ich am besten zum Oktoberfest? Diese Frage stellen sich viele Wiesn-Besucher. Ob für Münchner oder Auswärtige, für Autofahrer oder Nutzer von MVV und MVG: Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um die Anreise zum Oktoberfest.

Wie komme ich mit dem Auto zum Oktoberfest?

Wer auf dem Oktoberfest einen Besuch im Bierzelt plant, lässt das Auto sowieso besser stehen. Nur wer nüchtern bleibt und von weit her anreist, sollte überhaupt das eigene Fahrzeug nehmen. Dann empfiehlt es sich, auf jeden Fall die Straßen und Viertel rund um die Theresienwiese zu meiden. Der Bavariaring und die Theresienhöhe sind Sperrzone. Insgesamt wird es während der Wiesn vier Sperr-Ringe geben. Teile des Westends und die kleinen Straßen östlich der Festwiese sind nur für Anwohner befahrbar. In den umliegenden Parklizenzgebieten dürfen während der Wiesn ausschließlich Bewohner mit Parkausweis ihre Fahrzeuge abstellen. Und: Heuer werden Autos, die zur Oktoberfest-Zeit ohne eine entsprechende Genehmigung dort parken, erstmals abgeschleppt.

Empfehlenswert sind deshalb die Park-and-Ride-Parkplätze, die es an fast allen Endhaltestellen und einigen weiteren Bahnhöfen der U-Bahn gibt. Die Gebühren liegen zwischen 0,50 und 1,50 Euro am Tag. Die größten Anlagen mit jeweils über 1000 Stellplätzen finden sich an den Haltestellen Fröttmaning (U6) im Norden und Messestadt Ost (U2) im Osten. In diesen beiden Anlagen dürfen Autos für drei Euro je Tag auch länger als 24 Stunden stehen bleiben. Die Fahrzeit zu den Haltestellen rund um das Oktoberfest-Gelände beträgt jeweils etwa 20 Minuten. Auch an den meisten S-Bahn-Haltestellen im Außenraum gibt es Park-and-Ride-Anlagen.

Wie komme ich mit der U-Bahn zum Oktoberfest?

Das Oktoberfest-Gelände ist von mehreren U-Bahn-Haltestellen aus gut zu Fuß zu erreichen. Nicht weit vom Haupteingang zur Wiesn liegt der U-Bahnhof Theresienwiese, den die Linien U4 und U5 anfahren. Mit der Rolltreppe gelangt man vom Bahnsteig direkt auf das Festgelände. Gerade zu den Stoßzeiten am Wochenende ist der U-Bahnhof Theresienwiese aber immer wieder überlastet und muss zeitweise gesperrt werden. Gemütlicher ist es, an der Schwanthalerhöhe oder am Hauptbahnhof auszusteigen. Von beiden Stationen aus ist der Weg zum Oktoberfest gut ausgeschildert und dauert nicht länger als 15 Minuten. Und auf dem Heimweg tut so manchem Oktoberfest-Besucher ein abendlicher Spaziergang an der frischen Luft sicher gut. Wer die U3 oder U6 nutzt, um zum Oktoberfest zu kommen, kann am Goetheplatz oder an der Poccistraße ein- und aussteigen. Hier sind die Bahnsteige an den Wochenenden meist nicht ganz so überlaufen.

Um dem Andrang an den Stationen abfertigen zu können, setzt die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) auf zusätzliches Personal und zusätzliche Züge. Ganze 6000 Extra-Fahrten soll es an den 16 Oktoberfest-Tagen geben. Bei der U-Bahn gebe es einen Plan zur Taktverdichtung, so MVG-Pressereferent Matthias Korte gegenüber unserem Online-Portal. Auf den Streckenabschnitten zum und vom Oktoberfest soll spätestens alle fünf Minuten ein Zug fahren. Weil viele Gäste in den Lokalen rund um die Wiesn noch weiter feiern wollen, wenn in den Wiesn-Zelten Zapfenstreich ist, fahren auch die U-Bahnen länger. An allen Tagen gibt es bis etwa 1 Uhr nachts einen Zehn-Minuten-Takt auf den Linien U3, U4, U5 und U6. In den Nächten auf Freitag und Samstag und in der Nacht vor dem 3. Oktober fahren auf diesen Linien – mit Ausnahme der U4 in Richtung Westendstraße – weitere Züge bis etwa 2 Uhr.

Besonders eng kann es an den Tagen werden, an denen die Münchner Profivereine, der FC Bayern und der TSV 1860, Heimspiele bestreiten. Die MVG bittet Fußball-Fans daher, für den Weg zwischen Stadion und Oktoberfest die Haltestelle Goetheplatz zu nutzen und nicht am ohnehin oft überlasteten Bahnhof Odeonsplatz von der U4 und U5 auf die U6 umzusteigen.

Einen detaillierten Überblick über den Oktoberfest-Fahrplan für die U-Bahn finden Sie auf der MVG-Homepage.

Wie komme ich mit der S-Bahn zur Wiesn?

Zwei S-Bahnhöfe liegen in fußläufiger Nähe zum Oktoberfest. Der schnellste Weg ist der von der Hackerbrücke. Der Haupteingang der Wiesn ist in knapp zehn Minuten zu erreichen. Vielleicht fünf Minuten länger dauert es vom Hauptbahnhof. Dafür ist dieser Anreiseweg etwas weniger überlaufen. Das gilt erst recht für den Heimweg. An den beiden Bahnhöfen halten alle Linien, die die Stammstrecke befahren (S 1-8). In den Abendstunden gibt es zusätzliche Züge. Alle S-Bahnen verkehren bis 1.30 Uhr nachts, am Wochenende und vor Feiertagen gehen die letzte Züge gegen 2.30 Uhr. 

Die Bauarbeiten auf der der S1sind pünktlich zum Oktoberfest abgeschlossen. Sie verkehrt wieder planmäßig zwischen Moosach und Feldmoching. Wer vom Flughafen kommt, hat neben der S 8 nun also wieder eine zweite Linie zur Verfügung. Entlang der S-Bahn-Außenäste finden sich auch zahlreiche Park-and-Ride-Parkplätze. Einen detaillierten Überblick über den Oktoberfest-Fahrplan finden Sie auf der MVV-Homepage.

Mit Bus und Tram zum Oktoberfest

Gleich mehrere Buslinien steuern das Oktoberfest an: Der Metrobus 53 und der Stadtbus 134 halten an der Schwanthalerhöhe, die Linie 58, die alle sechs bis sieben Minuten fährt, legt Stopps am Georg-Hirth-Platz, am Beethovenplatz und am Goetheplatz an. Außerhalb des Stadtgebietes fahren zwölf Regionalbuslinien länger als üblich. So kommen auch viele Oktoberfest-Gäste aus dem Umland jeden Tag bis etwa 1 Uhr öffentlich nach Hause.

Die nächstgelegenen Trambahn-Haltestellen sind Hermann-Ling-Straße und Holzapfelstraße. Beide werden von den Linien 18 und 19 sowie der Nachtlinie N 19 angefahren. An der Hackerbrücke halten zudem die Linien 16 und 17. Die Linie 21 fährt an den Freitagen, Samstagen, Sonn- und Feiertagen sowie in der Nacht vor dem 3. Oktober bis Mitternacht. Somit gibt es bis 0 Uhr einen Zehn-Minuten-Takt auf der Strecke zwischen Stachus, Hauptbahnhof und Westfriedhof.

Was müssen Radfahrer zur Wiesn-Zeit beachten?

Auch für Radfahrer gilt grundsätzlich: Wer nach dem Konsum von Alkohol nicht mehr fahrtüchtig ist, muss zu Fuß gehen. Die bekannten 1,6 Promille sind kein Freibrief, sondern lediglich die absolute Obergrenze, nach der jeder automatisch als fahruntüchtig gilt. Mit erhöhter Aufmerksamkeit der Ordnungshüter ist während des Oktoberfestes zu rechnen. Dem Auto ist der Drahtesel aber auch ohne Rausch vorzuziehen. Bis an den Rand der Theresienwiese kommt man mit dem Radl von allen Seiten. Nur auf der Wiesn selber ist das Radeln untersagt. Einen Abstellplatz muss man sich selber suchen. Offiziell ausgewiesene Abstellflächen gibt es nicht. Ein Abstellverbot gilt wegen der großen Fußgängermassen auf der Hackerbrücke. Absperren nicht vergessen: Die Zahl der Gelegenheitsdiebe ist rund um das Oktoberfest besonders hoch.

Bekomme ich nach dem Oktoberfest-Besuch ein Taxi - und wo?

Wer nach dem Wiesn-Bummel oder einem Abend im Bierzelt mit dem Taxi nach Hause fahren will, braucht unter Umständen etwas Geduld. Es sind zwar viele Fahrzeuge unterwegs. Aber die Nachfrage ist oft noch höher. Die Sammel-Nummern der Taxi-Zentralen versprechen wenig Erfolg. Mit etwas Glück klappt es aber an einem der sechs Taxistände in der Umgebung der Theresienwiese. Am nächsten liegen im Norden die beiden Stände in der Schwanthalerstraße und im Süden der Standplatz in der Hans-Fischer-StraßeHöhere Preise dürfen die Taxler zum Oktoberfest nicht verlangen. Die gültigen Tarifordnungen müssen laut Kreisverwaltungsreferat mitgeführt und den Fahrgästen auf Nachfrage vorgelegt werden.

Wiesn-Besuch: Was kostet eine Fahrt mit der Fahrrad-Rikscha?

Die Fahrrad-Rikscha ist mit Abstand das teuerste aller Fortbewegungsmittel rund um das Oktoberfest - und mehr als Vergnügen zu sehen, das seinen Preis hat. Genug Kundschaft scheinen die inzwischen über 150 Münchner Rikscha-Fahrer während der Wiesn zu haben. Jedenfalls heben sie die Preise, die sie selbst gestalten dürfen, zu dieser Zeit nochmal an. An fünf Standorten rund um die Wiesn warten sie auf Fahrgäste, die gerne für sich strampeln lassen. Je nach Abfahrtsort und Tageszeit soll eine Fahrt vom Oktoberfest zum Hauptbahnhof zwischen 16 und 25 Euro für zwei Personen kosten. Der genaue Preis ist vor der Fahrt mit dem Fahrer auszumachen.

Wie komme ich zum Oktoberfest? Tipps für Wohnmobil-Besitzer

Grundsätzlich gilt: Das Campieren am Straßenrand ist im gesamten Stadtgebiet verboten. Aber wo darf ich während der Wiesn mein Wohnmobil abstellen? Auf diese Frage gibt es mehrere Antworten: Am besten eigenen sich die beiden Wohnmobil-Stellplätze an der Messestadt und in der Westendstraße, die extra für das Oktoberfest eingerichtet werden. Der Sonderparkplatz an der Westendstraße 208 steht vom 19. September bis zum 6. Oktober zur Verfügung. Von hier aus sind es nur zwei U-Bahn-Stationen bis zum Oktoberfest. Bereits am 17. September ist die Anreise am De-Gasperi-Bogen in der Messestadt möglich. Von hier fährt die U 2 zum Hauptbahnhof. Stellplätze gibt es auch auf dem Campingplatz Obermenzing. Von dort gelangen Camper mit dem Bus 164 nach Untermenzing, von wo aus die S 2 zur Hackerbrücke fährt.

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