Tische längst reserviert

Keine Krisen-Wiesn! Promis wollen feiern

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Gastgeberin Regine Sixt lädt auch heuer wieder 400 Frauen zur Damenwiesn ein. Das Motto: Krise? Di pack ma!

München - Regine Sixt hat keine Angst mehr vor der vielbeschworenen Krise. Sie kann ihr sogar noch etwas Positives abgewinnen. "Krise? Die pack ma!" ließ sie extra auf ihre bunten, aufklappbaren XL-Einladungskarten drucken.

Sie verschickte sie an über 400 Damen in ganz Deutschland. Ein schon fast kämpferischer Slogan, sich ja nicht unterkriegen zu lassen und das bevorstehende Oktoberfest richtig zu genießen. Wer zur traditionellen Damenwiesn der Münchner Mietwagen-Königin eingeladen ist, hat es allerdings eh schon geschafft. Finanziell, karrieremäßig und gesellschaftlich sowieso. Es ist eine einmalige Atmos­phäre, wenn Unternehmerinnen, Schönheitschirurginnen, Managerinnen, Schauspielerinnen und Society-Ladys den Kampf ums schönste Dirndl antreten, fürs Foto posieren, Kontakte knüpfen und am Schluss ein individuelles Wiesn-Herzerl mitnehmen. Und nicht nur das. Eine ganze Tüte voll mit Katalogen gibts von Sponsoren, die die Damenwiesn möglich machen. Den Rest finanzieren Gastgeberin Regine Sixt und Wirt Sepp Krätz. Absagen? Niemals! „Wir tragen doch keine Staatstrauer. Die Zeit investieren wir gerne, denn die ganze Veranstaltung dient wohltätigen Zwecken (...), meiner Kinderhilfe Tränchen trocknen“, weiß Regine Sixt.

Die Top-Promis auf der Wiesn 2008

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Während Regine Sixt ihre Damenwiesn organisiert, plant auch Schlagerkönig Ralph Siegel seine Wiesn-Besuche im Käferzelt. Dort hat er seit Jahren seinen festen Tisch, sechs bis siebenmal in den 16 Tagen kommt er mit Freunden, feiert in seinen Geburtstag rein, trifft alte Freunde. „Ich habe die Wiesntermine schon vor der Finanzkrise geplant. Außerdem: Es ist doch egal, ob ich mit meinen Freunden ins Restaurant gehe oder auf die Wiesn. Die Preise sind in München überall hoch.“ Wenn Siegel und seine Frau Kriemhild nicht selbst zu Tisch bitten, sind sie Gäste – bei Freunden, Verlagen oder Musikerkollegen, die in anderen Zelten Party machen. „Es sind nicht weniger Einladungen als in den letzten Jahren. Ich glaube, keiner hat etwas abgesagt.“

Die Wiesnparty absagen? „Nein, auf gar keinen Fall. Das stand auch nie zur Diskusssion“, weiß Gitta ­Gräfin Lambsdorff, Tiffany-Chefin von Deutschland und Österreich und diesjährige Gastgeberin der legendären Tiffany-Wiesn. Seit elf Jahren lädt der Edel-Juwelier zuerst zum Champagner-Umtrunk vor den Laden, dann ins Schützenfestzelt zum Feiern. „Wir sparen an nichts, wir machen es wie jedes Jahr.“ Und die Zusagen stapeln sich. „Wir erwarten viele interessante Persönlichkeiten.“

Auch die Festwirte spüren wenig von der Krise: „Einige Gäste haben statt vier, zwei Tische gebucht“, weiß Christine da Silva von Kuffler’s Weinzelt. Nachrücker gibt es aber reichlich. „Der ein oder andere wollte schon aussetzen“, gesteht Hippodrom-Chef Sepp Krätz. „Doch dann bekommt er im nächsten Jahr keinen Tisch mehr. Und das wollte dann doch keiner riskieren.“

MZ/NZ

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