Boxlegende feiert mit vielen Promis

Stahlharte Kerle – viel Seele bei Sauerland-Party

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Viktoria und Heiner Lauterbach sind ganz verliebt, Weltmeister Marco Huck liefert sich mit Kollege Arthur Abraham einen Kampf um die Breze.

München - Harte Fäuste, schiefe Nasen und gaaaanz viel Herz – das ist Trumpf bei der Wiesn von Boxstall-Legende Wilfried Sauerland (72) und seiner charmanten Frau Jochi imHippodrom!

Nirgendwo ist die Stimmung so ausgelassen und freundschaftlich wie an diesen Tischen – bewacht vom hauseigenen Sauerland’- schen Sicherheitsdienst.

Seit zehn Jahren laden Jochi und Wilfried Sauerland, die inzwischen einen Großteil des Jahres in Südafrika leben, 60 ihrer besten Freunde aus München, Mallorca, Wuppertal und Berlin zum Oktoberfest ein – bei Schampus und allem, was die Küche von Festwirt Sepp Krätz so hergibt. „Jochi Sauerland ist eine der zwei großzügigsten Gastgeberinnen, die ich kenne“,sagteRegisseur Otto Retzer (der mit der zweiten übrigens Ingrid Flick meint).

Taschen voller kleiner Wiesn-Geschenke hatte Jochi für ihre Gäste dabei. Und Otto Retzer die neuesten Jacques-LeMans-Uhren für die Boxweltmeister! Wie Marco Huck, der am 3. November 2012 seinen Titel im Cruisergewicht gegen Firat Arslan verteidigen will. Im Ring manchmal ein Hitzkopf, in der Wiesn-Box ein großherziger Kerl, der an seine Mama Bisera dachte, um auch ihr eine Uhr mitzubringen.

Ob für den frischgebackenen Papa auf der Wiesn eine Situation vorstellbarwäre,dieFäustefliegen zu lassen? Marco Huck lacht: „Ich bin ein lieber Mensch, und wenn es einer zu mir ist, bin ich noch 1000-mal lieber. Da müsste schon was Schlimmes passieren – ich steh’ auf gehobene Fights!“ Sein Freund, „King Arthur“ Abraham, amtierender WBO-Weltmeister im Supermittelgewicht, sieht’s ähnlich – man trinkt Spezi statt Bier.

Was ihren Gastgeber, den Boxpromoter Sauerland, so besonders macht? „Er hat Abraham und mich zu großen Persönlichkeiten geformt“, erklärt Marco Huck. „Er ist eine große Respektsperson!“ Und man siezt sich.

Sauerlands Karriere als Boxpromoter nötigt tatsächlich jedem Respekt ab. Es war seine Leidenschaft für den Sport, obwohl er selber nie im Ring stand. Eigentlich beschäftigte sich Sauerland mit dem Verkauf von Getränkeabfüllanlagen in Afrika, bis er in Sambia gebeten wurde, sich mit seinen internationalen Beziehungen um den Boxer Lotti Mwale zu kümmern. So kam es, dass Sauerland am 30. September 1978 in Lusaka zum ersten Mal als Boxveranstalter in Erscheinung trat. Vor genau 34 Jahren. „Die ersten zehn Jahre hat mein Mann ein ganzes Vermögen in seine Boxevents gesteckt“, erzählt Jochi. „Erst als der Sport auch fürs Fernsehen interessant wurde, verdiente er damit.“ Mit Henry Maske, Axel Schulz und Sven Ottke.

Mit dem Sport kam auch die große Liebe – die Israelin Jochi – ebenfalls mit außerordentlicher Leidenschaft fürs Boxen. Man traf sich – na klar, am Ring. Und vor so viel Schönheit und Charme ging der Boxstall-Besitzer schließlich auch k. o. Ein perfektes Paar – in jeder Hinsicht.

„Sauerland ist für mich das absolute Vorbild, was Sportförderung betrifft. Dafür tut er sehr viel“, sagt Ex-Zehnkämpfer Jürgen Hingsen, der inzwischen Unternehmer für erneuerbare Energien ist und in Schweden Holzkraftwerke baut. Für ihn ist die Sauerland- Wiesn das reinste Vergnügen – vor allem letztes Jahr, als der Zwei- Meter-Mann auf Boxer Nikolai Valuev (2,13 Meter) traf. „Quasi mein Zwillingsbruder.“ Bei demSchrankhätteauchHingsen keine Chance ...

„Es war vor 23 Jahren, als ich schwer k. o. gegangen bin. Ich habe mich bis heute nicht davon erholt und werde es wohl auch nicht mehr“, erklärt Schauspieler Max Tidof und meint damit seine Frau Lisa Seitz. Auch die beiden lieben den Boxsport. Tidof, der selbst Boxtraining macht, sagt: „Für mich ist es die sauberste Form der Auseinandersetzung.“ Und für Lisa eine „archaische Kunst“, die allerdings im echten Leben nichts zu suchen habe.

Es tanzten ausgelassen auf den Bänken u. a. auch: Sauerlands einzige boxende Frau, die Weltmeisterin Cecilia Braekhus aus Norwegen, Ex-E.ON-Vorstandschef Wulf Hinrich Bernotat, der nach seinem Ausscheiden beim Energiekonzern vor zwei Jahren „The MentoringCompany“ gegründet hat, bei der prominente ehemalige Spitzenmanager jüngere Kollegen als Sparringspartner begleiten; Bernotats Lebensgefährtin Constanze Krieger, Mitinhaberin des mittelständischen Automobilzulieferers „Coroplast Fritz Müller“ in Wuppertal – der 5000-Mitarbeiter-Betriebwurdegeradeerst zum fünften Mal in Folge als Top- Arbeitgeber ausgezeichnet –; der Privatier Doron Spinner mit Gattin Mirjam aus Mallorca, Schauspieler Heiner Lauterbach, dessen Sohn Oscar an der Filmhochschule Regie studiert und gerade seinen ersten Übungsfilm realisiert – mit Max Tidof in der Hauptrolle (Tidof: „Für mich ist Oscar die neue Entdeckung! Es war famos, mit ihm zu arbeiten“); Anwalt Dr. Michael Scheele mit Gattin Lindy, Gundis Zambo mit Christoph Mahrdt sowie Regisseurin Heidi Kranz mit Jochen Eisenmann, die gerade ihren ersten Pilcher-Film mit Uschi Glas in England abgedreht hat („Bei mir ist noch keiner k. o. gegangen, aber ich schon bei so manchem Schauspieler – heute kommt das aber gottlob nicht mehr vor“).

ULRIKE SCHMIDT

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