Brünette auf der Blond-Wiesn

So ist es unter 50 Blondinen im Käferzelt

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Alles so hell hier: tz-Kolumnistin Maria Zsolnay (2.v.r.) macht den Selbst-Test: Wie fühle ich mich als Brünette unter lauter attraktiven Blondinen, wie Rosanna Davison (l.) und die Meise-Zwillinge Julia und Nina (in Silber)?

München - tz-Kolumnistin Maria Zsolnay hat den Selbsttest gemacht: Wie ist es als Brünette unter lauter attraktiven Blondinen. Lesen Sie hier ihren Erlebnisbericht.

Oh mein Gott. Eigentlich bin ich nicht mit mangelndem Selbstbewusstsein ausgestattet und auch der Blick in den Spiegel erschreckt mich – meistens zumindest – noch nicht. Doch bei 50 blonden Frauen, die vorher alle (!) beim Friseur waren, also frisch geföhnt, gestylt und geschminkt sind, komme ich mir vor wie Aschenputtel. Unauffällig, unattraktiv, brünett!

„Ach, dich machen wir auch noch blond“, sagt Gastgeberin Ayse Auth und setzt mich mitten rein in die getunten Schönheiten, in ihre „Blond Business Woman Wiesn“ im ersten Stock des Käferzelts. Ein Schluck Prosecco aus dem Steinkrug, Lippen nachziehen, Bluse zupfen – die fleischbeladenen Brotzeitbretter bleiben fast unberührt. Scheinbar isst Blond auch nicht. Ich stibitze mir ein Würstel, habe Appetit trotz Konkurrenz. Oder ist’s eh schon egal?

Rosanna ­Davison, bekannt als Tochter von Chris de Burgh und Miss World 2003, ist der wahr gewordene Männertraum: lockig, dazu aber dunkle Augen und ebensolche Brauen. „Daran sieht man, dass ich keine echte Blondine bin“, gesteht sie. „Für mich ist es eine Lebenseinstellung. Doch es ist harte Arbeit, blond zu sein.“ Alle fünf Wochen muss die Chemie ran, damit nix verblasst oder gar ein dunkler Ansatz wächst.

Warum, um Himmels willen, tut Frau sich das an? Edel-Coiffeuse Ayse, als dunkel-, ja schwarzhaarige Türkin geboren und seit 20 Jahren blond, klärt mich auf: „Blond macht jung, man sieht aus, wie von der Sonne geküsst, sexier, schöner, aufregender.“ Da ist es wieder, das Aschenputtel-Gefühl. Prosecco hilft.

Auch Ex-Kicker-Gattin ­Simone Ballack ist frisch erblondet. Fünf Stunden verbrachte sie im „Haarwerk“-Salon von Auth. „Noch bin ich irritiert, wenn ich mich im Spiegel sehe. Bin ich das wirklich?“ Man sagt ja, so Ballack, blonde Frauen hätten mehr Spaß im Leben. Sie lasse sich jetzt mal überraschen ...

Nina Meise, ein Zwilling aus der TV-Werbung, geht noch weiter: „Ich behaupte sogar, Männer nehmen sich eine Brünette als Ehefrau und eine Blondine als Geliebte.“ Ich verbuche das unter „blonde Weisheiten“ und hoffe, dass mich dieses Schicksal als braunhaarige Ehefrau nicht ereilt.

Sollte ich mich vielleicht doch blondieren lassen? Auth sagt, sie mache das so, dass es ganz natürlich aussieht, damit sei sie bekannt geworden.

„Keine Angst!“, sagt ­Nina Meise: „Glaubst du vielleicht, eine von den Frauen hier ist wirklich so blond, wie sie aussieht? Bestimmt nicht, alles blondiert!“

 

Maria Zsolnay,

(die es zunächst mal mit hellen Strähnen versuchen will ...)

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