Vorstellung des Hofbräu-Festkrugs

Monika Gruber schenkt Bayerns Politikern ein

Kabarettistin Monika Gruber stellt am Dienstag im Hofbräukeller den neuen Hofbräu Festkrug vor.

München - Bei der Vorstellung des neuen Hofbräu-Festkrugs für die Wiesn hat Kabarettistin Monika Gruber am Dienstag im Hofbräukeller Bayerns Politikern sauber eingeschenkt. Hier lesen Sie die besten Sprüche der Gruberin.

Luhia sag i!“ – Engel Aloisius’ himmlische Grantl-Sprüche sind legendär. Was der Münchner im Himmel ist, ist die ­Gruberin auf der Bühne: bayerisches ­Kulturgut. Zünftig, frech, gschnappig – und saulustig. Die Kabarettistin hat am Montagabend ihr Mundwerk frisch geschliffen. Extra für die Wiesn-Wirtsfamilie Steinberg, die in ihrem Hofbräukeller den neuen HB-Wiesnkrug vorstellte – handbemalt von Monika Gruber. Ihr Motiv: Engel Aloisius. „Der Krug ist ideal für Politiker: Das Motiv ist ein Plagiat, bemalt von meiner vierjährigen Nichte, die ich auf 400-Euro-Basis angestellt habe. ­Außerdem: ­Innen ist er hohl.“

Zack, die erste Watschn sitzt. Doch richtig lustig ist es, als die Gruberin zu ihrer Wahlkampf-Wiesn-Rede ansetzt. Keiner bleibt verschont, die Schwarzen nicht („Markus Söder, der fränkische Bruce Willis für Arme“), die Roten nicht („Ude im weiten Bayernland, des wär ein bisserl so, als ob die Sechzger in der Champions League spielen wollten!“), die Wiesn-Wirte – und FC-Bayern-Boss Uli Hoeneß, der im Publikum sitzt. Allerdings tut ihm die Moni nicht wirklich weh und zitiert ihren Kollegen Christian Springer: „Wenn sie an Hoeneß schon bestrafen wollen, dann sollen sie ihn zum 60er-Präsidenten machen.“ Der Bayern-Präsident kann über die fast zärtliche Attacke der Gruberin sogar lachen, auch wenn die Steuersache wieder mal Thema war. Nachher sagt er zur tz: „Die Monika Gruber war wie immer gut – ich schätze sie sehr.“ Ob der Hoeneß auch das Oktoberfest genießen wird? „Eigentlich mag ich die Wiesn sehr, aber wenn man bekannt ist und 300 Leute mit ihren Handys Fotos machen, ist das nicht immer einfach – auch für meine Familie.“

Monika Gruber stellt den neuen Hofbräu-Festkrug vor

Monika Gruber stellt den neuen Hofbräu-Festkrug vor

„Monika Gruber ist in Hochform, eine saugute Rede“, schwärmt Kollege Wolfgang ­Fierek, der mit Ehefrau Djamila und Schwägerin Anissa Mendil kam. Nach der Wiesn fliegen sie zusammen nach Arizona – zur Hochzeit von ­Anissa. Für die Liebe hat Monika Gruber grad gar keine Zeit. Gute drei Wochen hat sie an ihrer Wiesn­krug-Rede gefeilt – nebenbei schreibt sie ein Buch: „Es wird heißen Man muss das Kind im Dorf lassen – gesammelte Kindheitserinnerungen und eine Hommage an meine Familie.“ Wann’s fertig wird? „Ich muss mir endlich ein g’scheites Laptop kaufen, sonst werd’ ich nie fertig!“

Schneller war sie beim Wiesn­krug – Herzerl, Aloisius, und ein paar lustige Sprüche. Damit reiht sie sich ein in die Liste der prominenten Krug­designer wie Carolin Reiber, Kurt Faltlhauser, Uli Hoeneß und ­Dieter Hanitzsch, die alle wieder mit von der Partie waren.

Und doch war heuer etwas anders: Wegen der Wahl verlegte Günter Steinberg seine Krugvorstellung auf den Montag, und statt ins kleine Festzelt tagsüber, bat er 360 Gäste am Abend in den hopfengeschmückten Festsaal. „Wenn’s den Leuten gefällt, machen wir es vielleicht nächstes Jahr wieder.“

Mit dabei: die Wiesn-­Wirte Toni ­Roiderer und Wiggerl Hagn, Prof. Wolfgang Pförringer und Sohn Dr. Dominik Pförringer, der in der Unfallchi­rur­gie im Rechts der Isar auch die traurigen Seiten der Wiesn behandeln darf; Dr. Antje-Katrin Kühnemann („Ich freue mich aufs Toboggan. Früher bin ich selbst gefahren, jetzt schaue ich zu.“), Musiker Eric Brodka, der nach eineinhalb Jahren Leben und Lieben in Wien ernüchtert nach München zurückgekehrt ist und am 8. Dezember ein Konzert in der Muffathalle gibt; Ex-Eiskunstläufer Manfred Schnelldorfer, der inzwischen kleine TV-Rollen übernimmt; HB-Chef Dr. Michael Möller („Ich habe zu Hause keinen Platz mehr für einen Wiesn­krug“), Zauberer Peps Zoller (immer noch als Berater für die Polizei im Glücksspiel tätig); Schlagersänger ­Patrick Lindner, der sein 25-jähriges Bühnenjubiläum bei einer Kreuzfahrt mit seinen Fans feiert und wie immer mit Wiesnwirtsfamilie Kuffler auf dem Festwagen einziehen darf, Max Greger sen. und jun., Schauspieler Rolf Kuhsiek, BR-Moderator ­Michael Harles, Regisseur Sepp Vilsmaier, Monika Strauch & Peter Machac, Business-Coach Helga Kuhnert.

Maria Zsolnay & Ulrike Schmidt

Monika Grubers beste Sprüche

Der Seehofer hat jede Rede angefangen, in dem er sagt: „Der Freistaat Bayern ist eine Insel der Stabilität, quasi die Vorstufe zum Paradies.“ Tosender Applaus und die Leid denken: !Ja…passt! Der sogts uns, wie’s ist: „Mir san die Grössten!“. Da hätt sich der Ude bloss hinstellen müssen und sogn: „Mir sind nicht die Vorstufe zum Paradies…. Wir SIND das Paradies!“ Und des wär ned amal gelogen gewesen!

Ein Geniestreich von der CSU war auch der Slogan“Wir schaffen die Chancen!“ Grossartig. Die Agentur möchte ich sein, die 200.000 Euro dafür kassiert hat, dass sie den alten Werbeslogan von einem Puff wieder aufgenommen hat: „Leierkasten – für alle die keine ab- und keinen mehr hochbekommen. Wir schaffen die Chancen!“

Die Wiesn-Plakate seit 1952

Die Wiesn-Plakate seit 1952

Der beste Spruch ist allerdings der bundesweite Werbeslogan der FDP: „Nur mit uns!“ Da hab ich mir gedacht: „Ja, Buam, aber ned mit mir!“

Aber der Ude war dann halt letztendlich doch zu brav, zu farblos …ein Lokalmatador im großen weiten Bayernland….des wär ein bisserl so, als ob die Sechzger in der Champions League spielen wollten! Hab ich grad Champions League gesagt? Damit kann man die Bayerische Landtagswahl eigentlich nicht vergleichen…sagn ma: Des wär so, als ob die Sechzger in der ersten Bundesliga spielen möchten!

Der Steinbrück hat gesagt, die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander: Und nirgends sieht man des so deutlich wie auf der Wiesn: die Reichen, die kaufen sich beim Loden-Frey ein langes Seidendirndl, handgestricke Wadlstrumpf und a mundgeblasene Lederhos’n und dann gibt’s Leid, die müssen in einem „Original Bavarian Trachten-Outlet“ am Hauptbahnhof einkaufen und da langt’s nicht einmal für ein ganzes Gwand…da is’ so wenig Stoff dran, dass man bis ins Gelobte Land naufschaugn kann….da fragst Du Dich oft beim Hinschaun:Ist das noch Wirtegasse oder schon Freisinger Landstrass“? [Münchner Straßenstrich; Anm. d. Red.]

Was machte Einstein auf der Wiesn? Kuriose Fakten zum Oktoberfest

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Unsere Bundeskanzlerin, die ostdeutsche Frohsinnsbeauftragte der Union, sagt: „Wir stehen heute besser da als vor vier Jahren“. Ja, aber wo is’n gstanden vor vier Jahren, d’Mutti? Am Abgrund und jetzt samma schon an Schritt weiter, oder wie?

Christine Haderthauer, die Mutter Teresa der Dreifachmörder, die sich einsetzt für diejenigen, die am Rande unserer Gesellschaft dahinvegetieren, für die Ausgestossenen und die Verurteilten. Was wäre Deutschland ohne seine Autobauer?!. Und da muss man eben auch die fördern, die hinter Gittern ihre Brotbrösel zu Mini-Velour-Ledersitzen zammbabbn…frei nach dem Motto;: „Dumm derf ma scho sei, bloss z’Helfa muas ma sich wissen!“

Wennn es um Schuld und Sühne geht, dann is der Deutsche gleich oben auf seinem Moralapostelpodest. Des hat man bei der „Causa Hoeneß“ gesehen: Wie sie alle beim sonntäglichen Jauch’schen Tugendgerichtshof gehockt san… die Moralexperten wie Oliver Pocher… des hat fast was Pornographisches gehabt, wie sie sich an ihrer eigenen Tugendhaftigkeit aufgerichtet ham. „Und wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein“!. Und da san ja ganze Lastwagenladungen von Stoana, san do gflogn…Man glaubt ja gar ned wer alles ohne Sünde ist. Aber am meisten interessiert sie alle, wie Uli Hoeneß jetzt bestraft wird und ob er tatsächlich in den Knast gehen wird. Mein Kollege Christian Springer hat den besten Satz dazu gesagt: Wenn sie an Hoeneß schon bestrafen wollen, dann sollen sie ihm zum Sechzger-Präsidenten machen.

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Ich weiss gar nicht, warum sich alle über diese NSA-Gschicht so aufregen? Was sollen die vo der NSA schon wahnsinnig Intimes und Geheimes erfahren, was die Leid nicht sowieso vorher auf Facebook gepostet ham!

Herr Reiter und sein neues Reservierungsgesetz. 35 Prozent weniger Reservierungen, damit mehr Leute wieder spontan auf die Wiesn gehen können. Spontan auf die Wiesn, des geht, sicher. Des geht guad. Du musst halt sehr früh aufstehen. Wenn Du zwischen vier und halb acht Uhr morgens spontan vorm Zelt stehst, damit Du dann gleich einen der reservierungsfreien Tische besetzten kannst ….dann trinkst um neun die erste Mass:..dann flaggst spätestens um zwölf unterm Tisch und da hättst Dich auch ohne Reservierung hinlegen können.

ih

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