Fotos: "Regine's Damenwiesn" im Hippodrom

100% Frauenquote: Das gibt's nur bei Sixt

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Gastgeberin ­ Regine Sixt (l.) mit Schauspielerin Marie-­Luise ­Marjan, die jedes Jahr treu zur ­Damenwiesn kommt

München - Kein Fünfer-Looping und keine Geisterbahn kann so eine baffe Menschenmenge versammeln, wie ein Event mit einer Frauenquote von 100 Prozent: die Damenwiesn von Regine Sixt.

1200 Frauen aus aller Welt. Alle wichtig. Alle top gestylt. Alle mit brisanten Nachrichten. Alle Freundinnen der Mietwagenlady. Die Gästeliste füllt ein ganzes, eigens gedrucktes Booklet.

In Trauben standen die Damen Montag Mittag wieder vor dem Hippodrom, um Regine erst links und rechts zu küssen, dann durch ein Welcome-Spalier von geschätzten 60 Sixt-Dirndln zu laufen und schließlich im Wettlauf einen Tisch zu reservieren, damit die besten Freundinnen auch zusammensitzen. Regine Sixt selbst liefert dafür übrigens die Vorlage – auch ihr „inner circle“ sitzt in einem speziell abgegrenzten VIP-Bereich. Die Freundinnen werden schließlich jedes Jahr um die 200 mehr.

Mutter und Tochter Effenberg bei der Damenwiesn

Claudia Effenberg und Tochter bei der Damenwiesn von Regine Sixt

„Ich sammle Frauen wie andere Leute Kunst – in aller Welt. Und auf der Damenwiesn bringe ich sie zusammen“, erklärt Regine ihr internationales und weltgrößtes Frauennetzwerk. „Es ist wunderbar, dass dieser Kreis seit Jahren wächst und wir erneut einen Rekord verbuchen können.“

Was vor 22 Jahren einmal mit einer überschaubaren Zahl von vielleicht 40 Damen begann, ist im 100. Jubiläumsjahr von Sixt zu einem wahren Dirndlrausch geworden, der auch noch einem guten Zweck dient: Regines Kinderhilfe „Tränchen trocknen“.

Bei 100 Prozent Frauenquote, wo die Männer zu Schaulustigen auf der Empore degradiert werden, stellt sich die Frage: Was halten denn eigentlich die durchgehend in aller Welt erfolgreichen Damen von einer staatlich verordneten Frauenquote?

Bei Leslie von Wangenheim steigt bei dieser Frage gleich der Blutdruck. „Das kann man doch nicht von oben ­herab anfangen – das muss von unten losgehen – bei den Kindern, beim Mannschaftssport, wo Mädchen Führungsfähigkeiten spielerisch lernen und üben können. Doch in Deutschland fehlt das komplett“, beklagt die US-Amerikanerin. „Hier gibt’s nur Fußballplätze für Mannschaftssport – und wer darf darauf spielen?“

Nur Regine Sixts 100-Prozent-Quote findet Leslie „toll und mutig“. „Die Männer fragen sich nämlich: Was passiert ohne sie?“

Jede Menge! Angelika ­Gröger freut sich auf Freundinnen treffen, ratschen und schauen, wer frisch geliftet ist! Manche Gesichter altern nie. Dazu wird das eigene Netzwerk unter Hochspannung weitergeknüpft und wichtige Nachrichten ausgetauscht. Zum Beispiel, dass Gitta Burfind auf Drängen ihrer treuen Kundschaft wieder ein Juwelier-geschäft in der Prannerstraße eröffnet hat. Oder dass Doris Brugger nach Berlin jetzt auch in München einen Showroom für ihre Dorissima-Kosmetik eröffnet. Was Gianni Versaces ehemalige PR-Dame zur Frauenquote sagt? „Das haben wir doch gar nicht nötig! Mit einer Frauenquote machen wir uns doch nur klein!“

Sagt auch Annette Schnell (Schnell Chemie). Sie ist strikt dagegen. „Wir kommen durch Leistung weiter und nicht durch Quote!“ Familienanwältin Sabina Frohwitter meint: „Frauen, die im Berufsleben stehen, wollen keine Quote, die Qualität ihrer Arbeit muss zählen. Männer würden doch eine Quotenfrau gar nicht für voll nehmen. Viel hilfreicher wäre es, wenn die Infrastruktur für Mütter verbessert würde, die dann auch mal von zu ­Hause aus arbeiten könnten.“

So feiern die Bayern-Stars auf der Wiesn

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Auch Schönheitschirurgin Dr. Constance Neuhann-Lorenz sagt spontan „Nein!“ „Ich bin für gleichen Verdienst, aber auch bei gleichen Voraussetzungen.“ Wie auch TV-Ärztin Dr. Antje-­Katrin Kühnemann: „Frauen sollen aus Begeisterung weiterkommen und nicht aus Proporz!“ Moderatorin Nina Ruge: „Ich bin stark für Förderung, aber Quoten – nein! 100 Prozent Frauen-Nein für 40 Prozent ­Frauenquote in Vorstands­etagen. Eine Nachricht für Männer, die bei diesem Wiesn-Event zu 100 Prozent auch keiner vermisst. Lilly ­Becker ist für die Damenwiesn extra noch einen Tag länger in München geblieben und führt eines ihrer acht Dirndl aus. „Ich liebe dieses Treffen, alle Ladys sind so elegant angezogen und die Stimmung im Zelt ist wunderbar – das ist einmalig!“

Mit dabei u.a. auch: ­Franziska van Almsick, die ihr erstes Dirndl trug („Ich bin halt durch und durch preußisch“); Opernfreundin ­Irmingard Halter, Uschi Prinzessin zu Hohenlohe – für sie ist dieser Event einfach Kult! – Dr. Bärbel Bagusat (Ihr Schlachtruf: „Frauen an die Macht!“), Birgitt Weyler, ­Marianne Wille (Dallmayr), PR-Dame Charlotte Gräfin von Oeynhausen, die sich wünscht, dass die schlauen Frauen an die Macht kommen; Schauspielerin Monika Peitsch, die Präsidentin der israelischen Kultusgemeinde München, Charlotte Knobloch, Topmodel Franziska Knuppe, Schauspielerin Jutta Speidel („Ich bin eine begeisterte Netzwerkerin!“); Verlegerin Anja ­Heyne mit Angelika Spiehs, Dr. Susanne Heller, Sängerin ­Marianne Hartl, Schauspielerin Elisabeth Wicki-Endriss; Lindenstraße-Legende ­Marie-Luise Marjan und Nadja Fürstin zu Schaumburg-Lippe.

Linda von Beck & Ulrike Schmidt

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