Wo liegt Eure Schmerzgrenze?

Wiesn-Chef erwartet Mass-Preis bis zu 9,80 Euro

+
Ein Prosit der teuren Art: Auch dieses Jahr steigt der Mass-Preis auf der Wiesn wieder, bestätigen die Wirte.

München - Spätestens ab Mai rätseln eingefleischte Wiesngänger, wie hoch der Bierpreis auf dem Oktoberfest sein wird. Eine Antwort kann unsere Zeitung schon heute geben: Es wird wieder teurer.

Wirtschaftsreferent und OB-Kandidat Dieter Reiter (SPD) erwartet einen Mass-Preis von „bis zu 9,70 oder 9,80 Euro“. Am Rande einer Pressekonferenz der Münchner Verkehrsgesellschaft MVG versprach der Wiesn-Chef: „Die Mass wird heuer auf keinen Fall die Zehn-Euro-Marke knacken.“ Für ihn sei das eine symbolisch wichtige Grenze, „die ich so lange verhindern will, wie es geht“, sagte er später auf Nachfrage des Münchner Merkur. Über den Preis aber entscheiden die Wirte, nicht die Stadt. In den vergangenen Jahren kletterte der Preis im Schnitt um 3,86 Prozent: 2011 lag er zwischen 8,70 und 9,20 Euro pro Mass, 2012 zwischen 9,10 und 9,50 Euro. Dass die 10 Euro heuer noch nicht geknackt werden, war also erwartbar – und ist nur ein kleiner Trost angesichts des erneuten Preisschubs.

Die Wiesn-Bierpreise seit 1810

Die Wiesn-Bierpreise seit 1810

Wirtesprecher Toni Roiderer lässt noch nicht raus, wie viel die Maß kosten wird: „Der Bierpreis wird in geheimer Form ermittelt“, erklärt der Chef des Hackerzelts. Aber auch Roiderer bestätigte unserer Zeitung: „Auch heuer wird der Bierpreis steigen. Schließlich wird der Strom teurer, die Aufbaukosten steigen und die Stadt hat das Platzgeld um elf Prozent erhöht.“ „Natürlich ist jedem die Mass zu teuer“, sagt Reiter. „Aber man muss auch sehen, dass die Wirte am Markt noch deutlich höhere Preise erzielen könnten.“ Er würde zwar „gern mal eine Nullrunde sehen, aber die wird es wohl nicht geben“.

Die schönsten und lustigsten Wiesn-Herzerl

Die schönsten und lustigsten Wiesn-Herzerl

Die Bierpreisfindung gilt als sensibler Akt: Zunächst entscheidet der Stadtrat öffentlich darüber, welche Betriebe auf der Wiesn zugelassen sind. Danach ruft die Stadt die Getränkepreise bei den Wirten ab und überprüft, ob sie diese im Vergleich zu anderen Großbetrieben in der Innenstadt für angemessen hält. Allerdings sind die Getränkepreise eine Entscheidung der Wirte – die Stadt prüft lediglich, ob Wucher vorliegt.  

bst/tom

Auch interessant:

Lesen Sie auch:

Hier gelten die Wiesn-Marken noch

Hier gelten die Wiesn-Marken noch

Wiesn-Reservierung kostet bis zu 85 Euro

Wiesn-Reservierung kostet bis zu 85 Euro

Wiesn-Bierpreis: Was die Mass in welchem Zelt kostet

Wiesn-Bierpreis: Was die Mass in welchem Zelt kostet

Kommentare