Start der historischen Wiesn: Mit Volldampf in die Vergangenheit

+
OB Christian Ude versucht sich auf dem im Wiesn-Museum ausgestellten historischen, dampfbetriebenen Lokomobil.

München - Lange hat man über die historische Wiesn gesprochen, heute um 10:30 Uhr ist endlich die feierliche Eröffnung – das erste Jubiläumsbier gibt’s sogar schon früher. Was Sie auf der historischen Wiesn erwartet:

Er röchelt, er spotzt, er raucht. OB Christian Ude schaut verdutzt, als der Fahrer das historische, dampfbetriebene Lokomobil anwirft. Ja, auf der historischen Wiesn geht’s gemächlicher zu, das ist wirklich gemütlicher Spaß für die Familie. Lange hat man darüber gesprochen, heute um 10.30 Uhr ist endlich die feierliche Eröffnung – das erste Jubiläumsbier gibt’s sogar schon früher.

Bilder: Das ist die historische Wiesn

Historische Wiesn: Die ersten Bilder

Vorweg: Die historische Wiesn ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet und liegt im südlichen Teil der Theresienwiese. Es gibt nur einen

Jubiläumswiesn: Das historische Fest im Detail

Eingang. Dort zahlt der Besucher über 14 Jahren 4 Euro Eintritt, die Fahrgeschäfte kosten noch einmal 1 Euro, das Ponyreiten 1,50 Euro – gucken und genießen kostet nichts extra. Der Eintritt lohnt sich. Wir haben schon einen Rundgang übers Gelände gemacht.

Das erwartet sie auf der historischen Wiesn:

„Des muss ich schaffen!“ 2. Bürgermeisterin Christine Strobl hatte ganz schön Probleme, auf ihrem eiernden Rad eine Runde im Velodrom zu drehen. Auf einer Holzfahrbahn können Besucher ihre Geschicklichkeit auf etwas anderen Fahrrädern unter Beweis stellen.

Münchner Marionettentheater: Der zeitlos beliebte Kinder-Hit präsentiert sich im Stil von 1858.

Ja, bin ich im Zoo? Im Tierzelt, das an die Tradition des Zentralen Landwirtschaftszeltes erinnern soll, stehen Shetland-Ponys, Pferde und Schafe in den Boxen, in geräumigen Käfigen sitzen Hühner, Kaninchen und Meerschweinchen.

Dass Unterhaltung auch ohne technischen Schnickschnack funktioniert, beweist das Geschäft Land des Lächelns mit seinen optischen Täuschungen.

Hier wird schon einen Tag früher o‘ zapft: Im historischen Festzelt können die Gäste ab 10 Uhr das eigens für hier gebraute, dunkle Jubiläumsbier (Mass 8,80 Euro) in Steinkrügen probieren. Auch einige Speisen sind von anno dazumal: Die Gerstlsuppe kostet 4,80 Euro, die Milzwurst im Zwiebelsud mit Brot 13,50 Euro (Hendl 9,80 Euro, Schweinshaxe mit Knödln 14,50 Euro).

Am großen Ring wird heute um 14.30 Uhr das erste Pferderennen starten, das an die Hochzeit von Prinz Ludwig und seiner Gemahlin Therese von Sachsen-Hildburghausen erinnert. Der Jubiläums-Parcours ist mit 120 mal 80 Metern natürlich kleiner, als das Original-Rennen rund um den Bavariaring. Darum werden vor der 1043 Zuschauer zählenden Tribüne auch Kaltblüter und Haflinger ihr bestes geben – statt hochgezüchteter Rennpferde.

Mit viel Liebe wurde das Herzkasperlzelt als Ort der Muse errichtet. Fraunhofer-Wirt Josef Bachmeier hat für die beiden Innenbühnen und die Außenbühne ein buntes Kulturprogramm zusammengestellt. Vormittags gibt es dort Kabarett und Theater mit junger Volksmusik am Abend. Drinnen gibt es 854 Sitzplätze, draußen 810. Am heutigen Freitagvormittag sorgt die Musikkapelle Münsing für Unterhaltung. Am Nachmittag spielt die "Biermösl Blosn", die Blechbläser-Band "Kein Vorspiel" und das Blasinstrument-Ensemble "Bayerische Löwen".

Das Jubiläums-Bier von Hofbräu gibt es aus dem klassischen Keferloher-Krug aus Steinzeug. Die Mass kostet 8,80 Euro, das halbe Hendl 9,80 Euro, der Schweinsbraten mit Biersoße, Knödl und Krautsalat kostet 14,50 Euro. Eine gesottene Ochsenbrust mit Wirsingkartoffeln ist für 19,50 Euro zu haben.

Rundgang auf der Wiesn mit Ude & Co.

Wiesn-Rundgang mit Ude & Co.

Auf dem Wiesn-Gelände stehen auch historische Traktoren, mit denen die Schausteller einst ihre Wägen und Fahrgeschäfte gezogen haben, darunter ein Original Lanz Bulldog von 1923 mit 12 PS und eine Dampf-Zugmaschine.

Zu den Klängen von Marlene Dietrichs Lili Marleen dreht sich das 1939 erbaute Karussell mit dem Namen Fahrt ins Paradies.

Das Museumszelt des Münchner Stadtmuseums, der Schausteller-Stiftung und des Oktoberfestmuseums zeigt alte Transportwagen aus den 20er-Jahren und einem Wohnwagen von 1905 – drin sieht es aus wie in einer gediegenen Bürgerstube aus dem 19. Jahrhundert – mit Sofa, Barocktisch und Sideboard. Eine Schiffschaukel von 1925 mit der erhaltenen schwarzen Perlen bestickten Textildekoration gibt ebenso einen Eindruck vom Wiesn-Treiben früherer Zeiten wie die Dekoration des Humoristischen Velodroms von 1926. Außerdem gibt es einen Heuhaufen, in dem man eine Nadel suchen kann – Teil des Spaß-Parcours namens „Oktober-Festspiele“.

N. Bautz, J. Welte

Auch interessant:

Lesen Sie auch:

Oktoberfest 2017: Das Herzkasperl-Festzelt

Oktoberfest 2017: Das Herzkasperl-Festzelt

Oktoberfest 2017: Das Festzelt Tradition

Oktoberfest 2017: Das Festzelt Tradition

Die tz testet den Volkstanzkurs auf der Oidn Wiesn

Die tz testet den Volkstanzkurs auf der Oidn Wiesn

Das Velodrom - Das Gaudi-Zelt

Das Velodrom - Das Gaudi-Zelt

Kommentare