Rückblick: So wechselhaft ist das Wiesn-Wetter

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München - Bibber-Wiesn, Glühwein-Wiesn, Sonnen-Wiesn – die Diskussion ums Wetter ist fast so alt wie das Oktoberfest selbst. Ein Überblick über die herausragendsten Wetterdaten aus der Wiesn-Geschichte:

Immer wieder erwähnen Chronisten herausragende Wetterereignisse, aber eine statistische Datenauswertung existiert nicht. Bis jetzt. Für uns hat sich der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Mühe gemacht und die erste echte Wiesn-Wetter-Statistik erstellt.

Volker Wünsche, Leiter der Münchner Niederlassung des DWD: „Die Temperaturen liegen verlässlich ab 1879 vor, dem Gründungsjahr der Königlich Bayerischen Meteorologischen Centralstation. Daten über das allgemeine Wetter, über Sonnen- und Regentage sind ab 1935 vorhanden. Alle früheren Aufzeichnungen sind Vermerke in verschiedenen Chroniken und Notizen von lokalen Beobachtern. Die ersten Temperaturmessungen wurden 1781 im Augustinerkloster in der Münchner Innenstadt angestellt.“

Oktoberfest-Zeit ist häufig Altweibersommer- Zeit. „Im Frühherbst dehnt sich das Azorenhoch immer wieder mal mit einem Hochdruckkeil bis nach Mitteleuropa aus und beschert uns diesen berühmten Spätsommer. Der dauert manchmal ein paar Tage oder auch mal ein, zwei Wochen.“ Und manchmal fällt das Oktoberfest eben ganz in diese Hoch-Zeit. Dann heißt es auch hoffentlich 2010 vom Deutschen Wetterdienst: Traumwetter zum Wiesn-Jubiläum – stabiles Hoch bringt warme und trockene Tage.

Wetterstatistik

Gerne wird behauptet, die Wiesn komme im Sommer und gehe im Herbst. Heißt: Während der zwei Wochen Oktoberfest findet ein Wetterwechsel statt. „Prinzipiell ist da etwas dran, wir haben aber auch Jahre, in denen es kalt losgeht und dann warm wird“, so Volker Wünsche. Oder in denen es immer warm oder immer kalt ist. Oder in denen die Sonne jeden Tag scheint oder nie. Oder in denen es an einzelnen Tagen schneit, hagelt und stürmt. Ein Überblick über die herausragendsten Wetterdaten aus der Oktoberfest-Geschichte:

Schnee-Wiesn: Schneetage gibt es 1829, 1867, 1888, 1956, 2002.

Hagel-Wiesn: Hagelkörner fallen an einzelnen Tagen in den Jahren 1936, 1970, 2004.

Warme Wiesn: 1961 liegt die Temperatur durchweg zwischen 20,2 und 28,5 Grad Celsius. Der wärmste Tag: 22. September 1993 mit 29,7 Grad Celsius.

Regen-Wiesn: 2000 (64,9 Liter/ m² an einem Tag – das wird als Unwetter eingestuft), 1883 wird als Sumpf- Wiesn erwähnt, Daten über eine genaue Regenmenge liegen nicht vor, 1828 und 1927 regnet es an jedem einzelnen Wiesn-Tag.

Kalte Wiesn: 1912 liegen die Höchsttemperaturen zwischen 6,7 und 12,7 Grad Celsius. Der kälteste Tag: 29. September 1936 mit -2,5 Grad Celsius.

Trübe Wiesn: 1954 scheint die Sonne an keinem einzigen Tag, 1981 und 2004 sind ebenfalls ganz trübe Jahre.

Trockene Wiesn: 1986 – kein Regentag, tägliche Sonnenscheindauer zwischen 5,4 und 10,3 Stunden, die Temperatur liegt zwischen 15,4 und 23,6 Grad Celsius.

Sturm-Wiesn: 1871 wird von einem zerstörerischen Orkan berichtet.

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