Oide Wiesn: Wohin mit dem Millionengewinn?

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Die Oide Wiesn war ein voller Erfolg

München - Weil die "Oide Wiesn" 2010 so erfolgreich war, sitzt die Stadt überraschend auf zwei Millionen Euro Gewinn. Wohin mit dem Geld? Es gibt schon Pläne.

Über 600 000 Besucher – die historische Wiesn auf dem Südteil des Oktoberfestes war voriges Jahr viel erfolgreicher, als alle Verantwortlichen gedacht haben. Die Stadt sitzt völlig überraschend auf einem Gewinn von zwei Millionen Euro! Das Geld soll jetzt vor allem sozialen Zwecken, aber auch der Wiesn zugute kommen.

Die Münchner erinnern sich nur zu gerne: Eine Pferderennbahn, ein Museumszelt, ein Tierzelt und historische Fahrgeschäfte lockten zum 200. Geburtstag des Oktoberfestes im Südteil der Wiesn. Im Velodrom konnte man auf verrückten Radeln Kunststücke ausprobieren, im Trachtlerzelt lockte der Tanzboden zu traditioneller Volksmusik, im Theaterzelt gab’s Kabarett, und überall schmeckte das eigens dazu eingebraute Jubiläumsbier.

Das Fest war teuer: Zwei Millionen Euro kassierte das Organisationsteam an Spenden und Sponsoringgeldern ein, die Hälfte davon stemmten die Wiesn-Wirte, den Rest Brauereien und Schausteller. Nachdem alle Rechnungen ausgewertet waren, blieb nun aber auf einmal ein Gewinn von sage und schreibe zwei Millionen Euro übrig!

So schön war die Wiesn 2010

So schön war die Wiesn 2010

Wiesn-Stadtrat Helmut Schmid: „Es kamen doppelt so viele Besucher, als wir gedacht hatten.“ CSU-Kollege Richard Quaas: „Mit diesem Gewinn hatte niemand gerechnet. Wir wären ja schon froh gewesen, wenn sich das Fest selbst getragen hätte.“

Ursprünglich sollte der Gewinn an die Wiesn-Stiftung gehen, die soziale Zwecke in der Stadt unterstützt. Jetzt beantragen SPD, CSU, Grüne und FDP, das Geld anders aufzuteilen: Nun soll eine Million an die Wiesn-Stiftung gehen, jeweils eine halbe Million an die Schaustellerstiftung zur Unterstützung des Oktoberfestmuseums und des Stadtmuseums sowie an das Tourismusamt als Rücklage für unvorhersehbare Wiesn-Ausgaben.

Die Wiesn-Wirte sind mit der neuen Verteilung zufrieden: „Das geht den richtigen Weg“, so Wirte-Sprecher Toni Roiderer zur tz. Und sein Kollege Ludwig Hagn sagt: „Ich freue mich, dass wir diese sozialen Zwecke unterstützen können.“ Nur was macht die Wiesn-Stiftung plötzlich mit so viel Geld? Bislang musste sie mit 25 000 Euro jährlich auskommen. Hagn: „Es gibt in München so vieles zu tun, da kommt die Million gerade recht.“

Johannes Welte

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