Historische Wiesn mit Pferderennen eröffnet

München - Mit einem Pferderennen hat am Freitag in München die historische Wiesn begonnen. Einen Tag vor Beginn des regulären Oktoberfests gab OB Ude das Startsignal und eröffnete damit das Jubiläumsfest.

Jubiläumswiesn: Das historische Fest im Detail

A bisserl nervös waren sie schon, die Zahnarzthelferin Christin Berger (25) und der Reiterstaffel-Politist Markus Huttner (29). Im Empire-Kleid und königlicher Uniform warteten sie auf ihren großen Auftritt. Für die Schulterklappen des Oberpfälzers hat die Meisterschule für Mode sogar die Originale von Prinz Max von Bayern aus dem Museum geholt. Der Oberpfälzer und die gebürtige Sächsin gehören zu den drei Paaren, die am 12. Oktober – dem 200. Jubiläum der königlichen Hochzeit von Prinz Ludwig und seiner Therese – von OB Ude getraut werden. Zum Start der historischen Wiesn bestiegen sie schon mal die königliche Hochzeitskutsche. Die echten königlichen Hoheiten Herzog Max in Bayern nebst Herzogin Elisabeth saßen ebenfalls darin.

Eröffnung der historischen Wiesn

Eröffnung der historischen Wiesn

OB Christian Ude, Gattin Edith von Welser-Ude und die Herren und Damen Stadträte haben sich klassisch in Schale gelegt – mit Zylindern, Gehröcken, Korsett und Kleidern aus dem 19. Jahrhundert. Versetzt in eine Zeit, als der Stadtrat noch Magistrat hieß. Mit Salutschüssen der Wackersberger und Waakirchner Gebirgsschützen bewegte sich der Festzug von der Alten Kongresshalle zum Großen Ring – der Pferderennbahn, die zum 200. Wiesn-Geburtstag auf dem historischen Festgelände angelegt wurde.

Bilder: Das ist die historische Wiesn

Historische Wiesn: Die ersten Bilder

Der OB hatte glatt die Amtskette vergessen. „Wenn man mich nicht am Gesicht erkennt, is es a wurscht.“ Die Stadträte brauchten die Kette hingegen, damit man sie auch erkennt. Das Gesicht des OB hat sich Bauernpräsident Gerd Sonnleitner schon gemerkt, bloß beim Namen haperte es: „Oberbürgermeister Udo, der größte Bauer Bayerns“, lobte der Bauernführer das Stadtoberhaupt, das über umfangreiche städtische Ländereien wacht.

Es ist Punkt 12.17 Uhr, als OB Ude den Startschuss für das erste Rennen gibt: fünf Haflinger galoppieren mit ihren Reitern in den Ring. Stute Sindy mit der Startnummer 1 ist die bravste, buckelt und tänzelt nicht wie die anderen Rösser. Allerdings kommt sie auch als letzte ins Ziel. Startnummer 2 – die 14-jährige Gretel – gewinnt das Rennen souverän. Ihre Reiterin Tanja Hanisch (im blauenTrikot) ist stolz: „Das ist seit sieben Jahren das erste Rennen, dass ich mit ihr reite.“ 30 Siege hat die Stute schon nach Hause geholt – und Tanja hat vor, auch auf der Wiesn möglichst jedes Rennen zu gewinnen. Täglich um 13 Uhr starten die Haflinger, beim Rennen um 18 Uhr liefern sich die mächtigen Kaltblüter einen Wettkampf im donnernden Galopp.

Rundgang auf der Wiesn mit Ude & Co.

Wiesn-Rundgang mit Ude & Co.

Nicht nur die Rennen sind Publikumsmagneten: Die Münchner haben das historische Fest auf Anhieb lieb gewonnen: Bis zum frühen Nachmittag wurden schon 10 000 Eintrittskarte gelöst, Kinder bis 14 Jahren haben freien Eintritt.

Johannes Welte

Rubriklistenbild: © dpa

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