Darum kommt es so gut an

Herzkasperl: Das Promizelt der etwas anderen Art

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Wirt Beppi Bachmaier.

München - Für einige Prominente ist die Oide Wiesn mit seinem Herzkasperlzelt schon eine richtige Institution geworden, in der man sich trifft. Der tz erklären sie, warum.

Die Oide Wiesn wird vor allem bei Münchnern von Jahr zu Jahr beliebter. Vergangenes Jahr kamen insgesamt 540 000 zahlende Besucher, heuer waren’s laut Festleitung bislang bereits 347 000 Gäste. Das heißt, es könnte eventuell wieder einen neuen Besucher-Rekord geben – denn das lange Wochenende mit Sonne und milden Temperaturen steht noch bevor.

Musik vorm Herzkasperlzelt: Das ­Programm wechselt hier mehrmals ­täglich, die Kultur spielt eine große Rolle.

Die Oide Wiesn ist eine einzige Erfolgsgeschichte: Ursprünglich war sie als einmalige Veranstaltung zur Jubiläums-Wiesn 2010 angedacht. Weil sie aber so gut ankam, wurde sie etabliert. Seither wächst sie von Jahr zu Jahr und bietet immer wieder neue Anreize. Heuer ist beispielsweise das Herzkasperlzelt größer geworden und das Velodrom wurde ein richtiges Zelt mit Bierausschank. Außerdem gibt’s ein neues Springpferde-Karussell namens Evergreen und eine Schießbude mit historischer Fassade.

Für einige Prominente ist die Oide Wiesn mit seinem Herzkasperlzelt schon eine richtige Institution geworden, in der man sich trifft. In der tz erklären sie, warum:

Ihr Herz schlägt für die Oide Wiesn

Hier gibt’s keine VIP-Boxen, keine Paparazzi und keinen Champagner. Gerade deshalb zieht es immer mehr bekannte Münchner Persönlichkeiten vor allem aus der Kulturszene ins Herzkasperlzelt auf die Oide Wiesn. Das Zelt von Beppi Bachmaier ist das Promizelt der etwas anderen Art!

„Das ist ein richtig schönes Zuhause geworden“, sagt zum Beispiel der Kabarettist Helmut Schleich. „Da kannst du auf gut Glück hinschauen – und triffst immer jemand au der Kulturszene.“ Der Wirt Beppi Bachmaier habe es geschafft, dass man sich im Zelt „dahoam“ fühle. „Und das ist schwer auf der Wiesn. Aber das liegt daran, dass der Beppi ja selbst aus der Kulturszene kommt.“ 2010 wurde das Herzkasperlzelt vom Kulturreferat zur Jubiläums-Wiesn ins Leben gerufen worden – mit einem aufwändigen Kulturprogramm aus Musik, Tanz und Theater. Heuer steht es im vierten Jahr auf der Oidn Wiesn.

Luise Kinseher und Helmut Schleich.

Jedes Mal, wenn Helmut Schleich auf dem Oktoberfest ist, schaut er im Herzkasperlzelt vorbei. Da kann es leicht passieren, dass er auf die Kollegen Uli Bauer und Luise Kinseher trifft, so wie am vergangenen Sonntag. Auch das Christian Ude-Double Bauer schätzt das Publikum aus der Kleinkunstszene. „Das ist ja allein schon hier verteten, weil es hier auftritt.“ Er geht privat am liebsten hierhin. „Dort kann man noch zusammensitzen und ratschen, weil es nicht so voll und so laut ist wie in anderen Zelten. Und hier gibt’s kein Schickimicki.“ Die „Bavaria“, Luise Kinseher, lobt: „Die Stimmung mit der Bühne und der Tanzfläche ist eine ganz andere. Hier liebt und lebt man die Musik.“ Außerdem seien besonders viele Münchner hier.

Der Wirt Beppi Bachmaier freut sich über diese Entwicklung in seinem vierten Wiesn- Jahr. „Es ist schon auffällig, dass immer mehr Kulturschaffende kommen.“ Die Schauspielerin Senta Berger sei schon dagewesen, ebenso Siegfried Mauser, der Direktor der Münchner Hochschule für Musik und Theater und der Kabarettist Michael Mittermeier.

Otti Fischer  kam heuer schon mehrmals vorbei und kann gegenüber der tz gar nicht aufhören, vom dem Zelt zu schwärmen, das nach dem verstorbenen Künstler Jörg Hube und seiner Paraderolle als Herzkasperl benannt ist. Fischer: „Erst einmal sollte man alles unterstützen, was geeignet ist, Jörg Hube ein Denkmal zu setzen. Dort lebt der Geist von Hube!“

Auf der „normalen“ Wiesn sei es so schwer, eine Mass zu bekommen, dass man dafür fast eine Medaille bekommen könnte, so Fischer. „Im Herzkasperlzelt ist es leichter, einen Platz zu finden und was zu trinken zu bekommen. Kürzlich hat uns der Kellner privat einfach einen Mohnkuchen geschenkt. Mittlerweile gehe ich hier am liebsten hin.“ Bachmaier ist stolz: „Das freut mich sehr – und zeigt, dass sich unsere Arbeit gelohnt hat.“

Nina Bautz

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