Letzte Ehre für Willi Kreitmair († 78)

Abschied vom alten Fähndl-Wirt

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Der von Schützen gesäumte Sarg in Heilig Blut

München - Knapp 400 Gäste haben dem ehemaligen Wiesn-Wirt Willi Kreitmair († 78) bei einem rührenden Trauergottesdíenst die letzte Ehre erwiesen.

Er war nie einer, der sich in den Mittelpunkt drängte, blieb lieber im Hintergrund. Doch zu seinem Abschied war die Pfarrkirche Heilig Blut in Bogenhausen bis auf den letzten Platz besetzt: Knapp 400 Gäste erwiesen dem ehemaligen Wiesn-Wirt Willi Kreitmair († 78) die letzte Ehre.

Die Pfarrer Rupert Frania, Engelbert von der Lippe und Anselm Bilgri zelebrierten den rührenden Trauergottesdienst, musikalisch untermalt wurde die Feier von Mitgliedern der Staatsoper und des Symphonie-Orchesters des Bayerischen Rundfunks. Neben der Familie und Freunden, da-runter die Volksmusikstars Marianne sowie Michael und Schauspieler Josef Thalmaier, gedachten viele Wiesn-Wirte und Kollegen dem verstorbenen Gastronomen – unter anderem Peter und Peppi Inselkammer, Stephan und Doris Kuffler sowie Edi Reinbold. „Willi Kreitmair war immer da, wenn man ihn gebraucht hat“, sagt Peter Inselkammer sen. „Er wird uns fehlen.“

Willi Kreitmair bewirtete unter anderem den Gasthof Kreitmair in Keferloh und das Lokal Zum Spöckmeier am Marienplatz. 27 Jahre führte er mit seiner Frau Helga das Winzerer Fähndl auf der Wiesn, bis er es 2002 an Peter Pongratz übergab. Der schwärmt noch heute: „Willi Kreitmair ist mein Wirte-Vorbild.“

Bei der großen Abschiedsfeier gaben ihm auch die Schützen aus Flintsbach am Inn das letzte Geleit – hier ging Willi Kreitmair jahrelang begeistert zur Jagd. Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) konnte selbst nicht da sein, schickte aber Kondolenzgrüße: „Willi Kreitmair wurde nicht nur wegen seines geschäftlichen Erfolgs, sondern vor allem wegen seines sozialen Engagements sehr geschätzt. Unsere Stadt wird ihn immer in guter Erinnerung behalten.“ Nach dem Trauergottesdienst wurde Willi Kreitmair auf dem Ostfriedhof beerdigt.

Christina Meyer

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