Nächster Teil der großen Wiesn-Serie

Gemütlich unterwegs: Dieses Hobby hat Fischer-Vroni-Wirt Stadtmüller

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Früher ist er Motorrad gefahren, heute setzt er sich lieber aufs E-Bike: Wiesn-Wirt Hans Stadtmüller mit seinem Pedelec im Fischer-Vroni-Zelt.

Die Wiesn-Besucher kennen sie in Tracht als stolze Wirte. Wir stellen die Herrscher des Wiesn-Bieres und ihre privaten Hobbys vor. Diesmal: Fischer-Vroni-Wirt Hans Stadtmüller. Der 54-Jährige schwingt sich gerne auf sein E-Bike.

München - Hans Stadtmüller (54) macht keinen Hehl daraus, dass er es gerne gemütlich angehen lässt. Vergangenes Jahr hat sich der Fischer-Vroni-Wirt ein E-Bike zugelegt. „Die sind ja total in“, sagt er und lacht. „Das Fahren ist halt nicht so anstrengend.“ Klar, mit Elektromotor im Radl rollt sich’s leichter. Entspannt in die Pedale treten, statt sich abrackern. Früher setzte sich der Münchner auch gerne mal aufs Motorrad, aber seit einem Roller-Unfall mag er nicht mehr – zu gefährlich.

Nun also E-Bike. Wenn Stadtmüller sich auf sein Pedelec schwingt, dann oft für eine ganz bestimmte Tour: Der Reihe nach fährt er die Gaststätten ab, die er und seine Familie betreiben. Wiesn ist zwei Wochen im Jahr, aber die Wirtschaften verlangen permanent Aufmerksamkeit.

Erste Station auf Stadtmüllers E-Bike-Tour: das Lindwurmstüberl, nicht weit entfernt von der Theresienwiese. Stadtmüllers Schwägerin, Michaela Tabertshofer, führt hier die Geschäfte, zusammen mit Stadtmüllers 23-jährigem Sohn, der ebenfalls Hans heißt. Nächster Halt: Neuhausen, das Gasthaus Jagdschlössl am Rotkreuzplatz. Die vier Kilometer Strecke – auf dem E-Bike ein Klacks. Das Jagdschlössl führt Stadtmüller zusammen mit seiner Frau Monika (53). Ein Bussi für die Liebste, dann geht’s weiter in den Hirschgarten, wo die Stadtmüllers einen Steckerlfisch-Stand betreiben. Die letzte Station führt zum Schweizer Hof nach Pasing. Dort trifft Hans Stadtmüller auf Tochter Melanie (29), die hier das Geschäft am Laufen hält.

Das Zelt in Kürze

  • Bierpreis: 10,95 Euro
  • Die Brauerei: Augustiner
  • Halbes Hendl: 12,70 Euro
  • Schmankerl: Steckerlfisch (Makrele), 100 Gramm, 4,50 Euro; Renke vom Chiemsee in Fassbutter gebraten mit Pellkartoffeln für 25,50 Euro oder ­Forellenfilets mit Steinpilzen und ­Rosmarinkartoffeln für 23,50 Euro.
  • Günstig essen: Montag bis Donnerstag gibt’s täglich wechselnde Fisch-Tages­gerichte für 14,50 Euro.
  • Sitzplätze: Innen 3150, im Biergarten 700
  • Raucher: Besucher finden Raucher­bereiche auf der Empore und am ­Ostausgang 1.
  • Musik: Seit fast 30 Jahren für die Musik in der Fischer-Vroni zuständig ist Sepp Folger. Er spielt täglich mit seinen Münchner Musikanten von 12 bis 22.30 Uhr auf. Neben den gängigen Wiesn- Schlagern hat er auch bayerische Musik im Repertoire.
  • Neu: Heuer gibt’s Makrelen draußen am Standl erstmals auch geräuchert (100 Gramm 4,50 Euro)

Die Wirtefamilie

Hans Stadtmüller (54) führt die Fischer- Vroni mit Frau Monika (53) und den Kindern Melanie (29) und Hans (23). Stadtmüllers Mutter, Evi Stadtmüller, und seine Tante, Anita Schmid, waren die berühmten Fischer-Vronis.

Noch 1999 feierten sie ihr 50-jähriges Oktoberfest-Jubiläum. Anfang der 2000er-Jahre verstarben die Schwestern innerhalb kurzer Zeit. Hans Stadtmüller übernahm – und leitet das Zelt bis heute.

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