Vorschlag von Sprecher Roiderer

Familien-Getränk: Nicht alle Wiesnwirte ziehen mit

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Will nicht als Preistreiber gelten: Wirte-Sprecher Toni Roiderer würde gerne ein billiges kleines Getränk anbieten. 

Einen halben Liter alkoholfreies Familiengetränk im Wiesn-Bierzelt für 3,50 Euro: Mit diesem Vorschlag wollte Wirtesprecher Toni Roiderer (72) eigentlich die Wogen glätten. Doch einige seiner Kollegen zieren sich.

München - Ein alkoholfreies Familiengetränk für 3,50 Euro den halben Liter auf dem Oktoberfest – mit diesem Vorschlag hatte Wirtesprecher Toni Roiderer (72, Hackerzelt) auf die Kritik daran reagiert, dass einige Wirte die Preise für alkoholfreie Getränke heuer saftig angehoben hatten (alleine das Tafelwasser wird im Schnitt um fast 50 Cent teurer: von 8,27 auf 8,73 Euro). Doch rund einen Monat später ist bei vielen der Wirte immer noch nicht klar, ob sie an Roiderers Aktion teilnehmen.

Roiderer selbst will einen halben Liter Limo als Familiengetränk anbieten, kündigte er Mitte Juni an. Außerdem wolle er auf seine Wirte-Kollegen einwirken, es ihm nachzutun. Doch die zieren sich: Er habe sich über die Reaktion der Stadtrats-CSU geärgert, die auch an dieser Aktion kein gutes Haar gelassen habe, sagt Wiggerl Hagn (Löwenbräuzelt). „Egal was wir tun, wir sind die Bösen.“ Er wolle sich nach seinem anstehenden Urlaub entscheiden, ob er beim Familiengetränk mitmache.

Wirte: Technische Probleme, Speisekarten schon gedruckt

Kollege Ricky Steinberg (Hofbräuzelt) weist auf technische Probleme hin. Er müsse extra Bierzeichen für die Bedienungen für das verbilligte Getränk einführen. „Ich weiß noch nicht, wie ich das technisch löse. Nachdem Bürgermeister Josef Schmid das eh so abgetan hat, überlege ich es mir nochmal.“ Eine Entscheidung sei bislang schwer gewesen, da die Verträge für die Wiesn mit der Stadt erst vor einer Woche angekommen seien. Eineinhalb Monate später als üblich. Das kritisiert auch Georg Heide (Bräurosl). Außerdem: „Ich hatte eine ganz normale Kalkulation, bin beim Limo und Wasser um ein Zwanzgerl hochgegangen. Deswegen wüsste ich im Moment nicht, warum ich ein Familiengetränk anbieten sollte.“

Auch Michael Käfer (Käferzelt) überlegt noch. Edi Reinbold (Schützenzelt) dagegen will bei der Aktion mitmachen – genauso wie Peter Inselkammer (Armbrustschützenzelt, Familiengetränk Limo), Siegfried Able (Marstall, ebenfalls Limo), Christian Schottenhamel (Schottenhamelzelt, Wasser) und Toni Winklhofer (Festzelt Tradition, weißes Limo und Wasser). Im Augustinerzelt gibt es heuer neu eine Kinderkarte, dort ist eine Orangen-Limo für 3,50 Euro vertreten. 

Peter Pongratz (Winzerer Fähndl) dagegen hat ein ganz anderes Problem: „Unsere Speisekarten sind längst gedruckt. Ich weiß nicht, ob das Familiengetränk für uns von daher Sinn macht.“ 

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