Im Weinzelt singt sogar der Wirt selbst

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Das ist sein Reich: Wiesn-Wirt Stephan Kuffler bewirtschaftet mit seinen Eltern Doris und Roland Kuffler das Weinzelt

München - Er ist Herrscher im Weinzelt: Stephan Kuffler führt das Festzelt zur Wiesn gemeinsam mit seinen Eltern Roland und Doris Kuffler. Die tz hat dem Wirt mal genau auf den Zahn gefühlt.

Wie sieht sein Alltag auf der Wiesn aus? Wer war sein prominentester Gast? In der tz verrät Stephan Kuffler seine ganz persönlichen Geheimnisse und Anekdoten rund um die Wiesn.

Mein Wiesn-Glücksbringer:

Die jährlich wieder erteilte Konzession bringt mir schon im Frühling immer Glück!

Mein Wiesn-Ritual:

Am ersten Samstag fahre ich morgens um 9 Uhr in unser Spatenhaus an der Oper, um unsere Gäste des Wiesnwirte-Einzugs zu begrüßen, die sich dort zum Frühstück vor der Abfahrt treffen. Danach geht’s für mich raus ins Weinzelt, meine Eltern ziehen mit unseren Gästen ein. Am letzten Abend gehe ich kurz vor Ende der Wiesn auf die Bühne, bedanke mich bei Gästen und Mitarbeitern und verabschiede alle Gäste mit den Songs I Feel Good und Jailhouse Rock.

Mein Lieblingsplatz im Zelt:

Der Ofenkartoffelstand im Garten vom Weinzelt

Mein Wiesn-Geheimnis/-Geheimtipp:

Das Softeis bei Sepp Able in der Matthias-Pschorr-Straße

Mein Wiesn-Spatzl:

Um Himmels willen! Das ist eindeutig eine Fangfrage, und die wird natürlich nicht beantwortet.

Meine lustigste Wiesn-Anekdote:

Oktoberfest anno 2010: Fototermin mit der tz zum Thema „Raucherbalkon“ auf unserem Raucherbalkon. Die tz-Redakteurin wollte die Gunst der Stunde nutzen, sich ebenfalls eine Zigarette anzünden. Leider fiel diese in das Dekolleté ihres Dirndls …

Mein prominentester Wiesn-Besuch: Wirte:

Vor einigen Jahren der Magier David Copperfield. Er wurde groß angekündigt mit der Option, er wolle einen Hamburger essen. In Ermangelung eines Fleischwolfs in der Weinzeltküche hackte der Küchenchef ein Rinderfilet mühsam zu Tatar. Copperfield kam dann genau bis zur Absperrung vor unserem Weinzelt, als er einen Wiesnbesucher mit Fotoapparat entdeckte. „Papparazzi!“, schrie er und zauberte sich offenbar selbst weg, so schnell war er verschwunden. Ich kam an dem Abend in den Genuss eines köstlichen Tatars.

Mein Wiesn-Hit:

I Feel Good. Das singe ich jedes Jahr am letzten Wiesn-Tag auf der Bühne!

Mein typischer Wiesn-Tag:

Aufstehen, Dusche, Wiesn. Im Weinzelt aufwachen und losrennen wie ein Hamster in seinem Rad. Das geht vormittags los und dauert bis spät in die Nacht, geplant werden kann da nicht viel. Ständig kommen Mitarbeiter und/oder Gäste mit einem Anliegen – aber das macht’s ja aus! Fixpunkte sind mein täglicher Gastauftritt bei Radio Gong, das aus unserem Weinzelt sendet, und mit Glück ein frühes Abendessen. Ende ist nach Mitternacht, dann trinke ich zu Hause gerne ein Glas Rotwein, und weiter geht’s am nächsten Morgen.

Mein Urlaubsziel nach der Wiesn:

Das wird immer erst während der Wiesn ausgesucht.

Mein Wirte-Vorbild:

Hermann Haberl. Sein tiefsinniger Humor fehlt uns allen, und von seinen pfiffigen Ansätzen zu Problemlösungen konnte jeder lernen. Wer bei Gästen und Mitarbeitern so beliebt ist, wie es der Hermann war, darf sich als echter Wirt bezeichnen.

 tz

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