Damit's noch schneller geht

Bier-Pipeline fürs Hackerzelt

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Wirte-Chef Toni Roiderer (l.) und Brauerei-Chef Andreas Steinfatt auf der Baustelle.

München - In gut elf Wochen fießt auf der Wiesn wieder das Bier wieder in Strömen. Damit die Besucher im Hacker-Zelt schneller ihren Durst löschen können, wird eine Bier-Pipeline verlegt.

Es klingt wie ein bayerischer Traum – und ist Münchner Wirklichkeit: Unter der Theresienwiese verlegen sie gerade eine Bier-Pipeline! 250 Meter unterirdische Edelstahlrohre, in denen während des Oktoberfests der Gerstensaft fließen wird. Diese neue Ringleitung, wie sie offiziell heißt, gehört zum Hacker-Festzelt von Wiesn-Wirtechef Toni Roiderer.

Eigentlich sind es ja noch gut elf Wochen bis zum Beginn des Oktoberfests (22. September), aber auf der Theresienwiese laufen die Vorbereitungen schon jetzt auf Hochtouren. Dazu gehört auch der Bau der Bier-Pipeline in einenhalb Meter Tiefe. „Es geht darum, dass wir die Schänken künftig schneller mit Bier bestücken können“, sagt Brauerei-Chef Andreas Steinfatt (Paulaner, Hacker-Pschorr). Das funktioniert über vier Rohre – eines ist die eigentliche Bierleitung, drei Schächte nehmen Kontroll- und Elektroleitungen auf.

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„Bislang musste jede der fünf Schänken eigens von unserem Lieferwagen angefahren werden. Außerdem musste ein eigener Messwagen kommen, um festzustellen, wie viel Bier entladen wird“, so Steinfatt. Neun Stunden benötigten die Bierfahrer dafür, künftig sind es nur noch drei. „Bei den immer früher einsetzenden Gästeströmen wird für die Lkws das Durchkommen immer schwieriger“, so Steinfatt weiter. Heuer muss der Bierlaster dank der Leitung nur noch eine zentrale Zapfstelle am Hinterausgang anfahren. Eine fest eingerichtete Mess-Stelle macht auch den Messwagen überflüssig. Statt fünf Containern (je zwischen 30 und 50 Hektoliter) wird es zukünftig eine Großcontainer-Batterie mit insgesamt 1000 Hektolitern geben.

Damit das mit 0,4 Grad Temperatur gelieferte Bier nicht warm wird, sind die Edelstahlleitungen mit zehn Zentimeter Isolierung gedämmt. Steinfatt: „Das Bier ist in der Ringleitung ständig in Bewegung, damit es keine Kohlensäure verliert.“ Mit vier Grad kommt es dann in den Masskrug. Den neuen Bierring spendiert die Brauerei. Er kostet „einen mittleren sechsstelligen Betrag“, so Steinfatt. Es ist bereits die dritte, den er auf der Wiesn verlegen lässt. Unter dem Winzerer Fähndl und dem Bräurosl wurden die Bier-Pipelines 2010 und 2011 verlegt. Steinfatt: „Sie haben sich gut bewährt.“

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Wirte-Sprecher Toni Roiderer freut sich: „Großartig, ein Bier-Ring unter dem Hackerzelt! Da geht es dann auch tief unter dem Himmel der Bayern rund.“

Johannes Welte

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